Reiseplan · 10 Tage · 44 Orte
10 Tage Island
Zehn Tage einmal um Island: von Reykjavík über den Golden Circle und die Südküste zu Gletscherlagune, Ostfjorden und Mývatn, zurück über Akureyri und den Borgarfjörður zum Flughafen. Jeder Tag hat eine überschaubare Etappe und danach Zeit für Wasserfälle, Dampfquellen und ein heißes Bad am Abend.
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Foto: Edoardo Colombo · Pexels
Die Route auf der Karte
Der Plan, Tag für Tag
Tag 1Ankommen in Reykjavík
Anreise nach Reykjavík
Hotel-Check-in
Quartier im Viertel 101 rund um die Laugavegur, von dort ist alles in der Innenstadt zu Fuß erreichbar.
Sólfar (Sonnenfahrt)
Die stählerne Wikingerschiff-Skulptur an der Uferpromenade Sæbraut mit Blick über den Faxaflói auf den Berg Esja.
Harpa Konzerthaus
Die Glasfassade aus sechseckigen Basaltwaben lässt sich frei betreten, die oberen Foyers geben den Blick auf den alten Hafen frei.
Abends: Laugavegur
Islands Einkaufs- und Kneipenstraße, abends offene Buchläden, Wollgeschäfte und Bars bis in die Nacht.
Tag 2Golden Circle: Geysire und Gullfoss
Weiterreise nach Geysir
Hotel-Check-in
Strokkur im Haukadalur
Der Springquell schießt alle fünf bis zehn Minuten eine türkise Wasserblase 20 Meter hoch, ringsum dampfen Sinterbecken.
Gullfoss
Die Hvítá stürzt in zwei Stufen 32 Meter in eine Schlucht; der untere Weg führt bis an die Gischtkante.
Faxi (Vatnsleysufoss)
Breiter, kaum besuchter Fall in der Tungufljót mit einer Lachstreppe an der Seite.
Abends: Secret Lagoon in Flúðir
Islands ältestes Naturbad von 1891, 38 bis 40 Grad warm, mit einem kleinen Geysir am Beckenrand.
Tag 3Wasserfälle und schwarzer Sand
Weiterreise nach Vík
Hotel-Check-in
Skógafoss
60 Meter hoher, 25 Meter breiter Fall der Skógá; 527 Stufen führen auf die Kante mit Blick über den Sander.
Kvernufoss
Zwanzig Gehminuten hinter dem Volksmuseum Skógar versteckt sich dieser Fall in einer Schlucht, hinter den man ebenfalls treten kann.
Sólheimajökull
Zunge des Mýrdalsjökull, die vom Parkplatz aus in 20 Minuten erreichbar ist; Gletscherwanderungen starten hier stündlich.
Dyrhólaey
Felsentor und Leuchtturm über dem schwarzen Strand, im Sommer brüten hier Papageitaucher.
Abends: Reynisfjara
Schwarzer Basaltstrand mit Sechseck-Säulen und den Felsnadeln Reynisdrangar, im langen Abendlicht am eindrucksvollsten — nie dem Wasser nähern, die Grundbrecher sind tödlich.
Tag 4Gletscherzungen im Skaftafell
Weiterreise nach Skaftafell
Hotel-Check-in
Skaftafellsstofa
Besucherzentrum des Vatnajökull-Nationalparks mit Wegekarten, Wetterlage und der Ausstellung zum Gletscherlauf von 1996.
Svartifoss
Der Fall stürzt über einen Kranz schwarzer Basaltsäulen; hin und zurück 1,5 Stunden Aufstieg über den Wanderweg S2.
Skaftafellsjökull
Flacher Weg von 1,8 km bis vor die zerklüftete Gletscherzunge mit ihrem blaugrauen Schmelzwassersee.
Torfhöfe von Sel
Grasbedeckte Hofgebäude von 1912 am Hang über dem Campingplatz, innen die Wohnkammern einer Bauernfamilie.
Abends: Blick über den Skeiðarársandur
Vom Straßenrand bei Freysnes liegt die größte Sanderfläche der Erde vor dem Vatnajökull, abends in flachem Licht.
Tag 5Eisberge an der Gletscherlagune
Weiterreise nach Jökulsárlón
Hotel-Check-in
Fjallsárlón
Kleinere, stillere Lagune direkt unter der Gletscherzunge Fjallsjökull, die Eisberge liegen zum Greifen nah am Ufer.
Jökulsárlón
Tiefster See Islands, in dem kalbende Eisberge zur Mündung treiben; Amphibienboote fahren zwischen ihnen hindurch.
Diamond Beach
Am schwarzen Strand Breiðamerkursandur stranden klare Eisbrocken aus der Lagune und glitzern in der Brandung.
Þórbergssetur in Hali
Museum für den Schriftsteller Þórbergur Þórðarson, dessen Fassade als Bücherregal gebaut ist, mit Ausstellung zum Leben unter dem Gletscher.
Abends: Gletscherlagune im Nachtlicht
Nach den Reisebussen liegt die Lagune still, im Sommer schimmert das Eis im hellen Licht der Sommernacht, im Herbst stehen Nordlichter darüber.
Tag 6Ostfjorde und Seyðisfjörður
Weiterreise nach Seyðisfjörður
Hotel-Check-in
Bláa kirkjan und Regenbogenstraße
Die hellblaue Holzkirche von 1922 am Ende der in Regenbogenfarben gepflasterten Norðurgata, Islands meistfotografierte Straße.
Gufufoss
Der oberste Fall der Fjarðará stürzt am Passweg über eine Basaltstufe und dampft bei kaltem Wetter.
Tvísöngur
Fünf begehbare Betonkuppeln am Hang über dem Fjord, jede auf einen Ton der isländischen Fünfklang-Tradition gestimmt.
Skaftfell Kunstzentrum
Galerie für zeitgenössische Kunst in einem alten Kaufmannshaus, mit Bibliothek und Werken von Dieter Roth.
Abends: Hafenpromenade Seyðisfjörður
Am Kai liegen Fischkutter und im Sommer die Färöer-Fähre Norröna, ringsum steigen die Bergwände 1.000 Meter auf.
Tag 7Vulkanland am Mývatn
Weiterreise nach Mývatn
Hotel-Check-in
Hverir am Námafjall
Ockerfarbenes Solfatarenfeld mit blubbernden Schlammtöpfen und zischenden Dampfschloten, der Schwefelgeruch bleibt in der Jacke.
Grjótagjá
Lavaspalte mit einem türkisen Thermalsee darin; das Wasser ist mit über 40 Grad zu heiß zum Baden, ansehen darf man es.
Dimmuborgir
Labyrinth aus erstarrten Lavatürmen und Torbögen, der markierte Kirkjuhringur-Rundweg dauert eine knappe Stunde.
Skútustaðagígar
Feld aus grasbewachsenen Pseudokratern am Südufer des Sees, entstanden durch Dampfexplosionen unter der Lava.
Abends: Mývatn Nature Baths
Milchblaues Kieselsäurewasser bei 38 Grad mit Blick über den See, deutlich ruhiger und günstiger als die Blaue Lagune.
Tag 8Akureyri, Hauptstadt des Nordens
Weiterreise nach Akureyri
Hotel-Check-in
Akureyrarkirkja
Die Betonkirche von Guðjón Samúelsson über 112 Stufen, innen ein Fensterbild aus der zerbombten Kathedrale von Coventry.
Lystigarðurinn
Botanischer Garten nur 100 km südlich des Polarkreises, in dem 7.000 Arten aus aller Welt den Sommer überstehen.
Kjarnaskógur
Aufgeforsteter Wald am Stadtrand mit weichen Wegen, Beerensträuchern und Blick über den Fjord.
Sundlaug Akureyrar
Städtisches Freibad mit 25-Meter-Becken, drei Hot Pots und Rutsche — das isländische Wohnzimmer schlechthin.
Abends: Hafnarstræti
Die Fußgängerzone mit Buchladen, Eisdiele und Bars, dazu der Blick auf die beleuchtete Kirche am Hang.
Tag 9Heißes Wasser im Borgarfjörður
Weiterreise nach Reykholt
Hotel-Check-in
Deildartunguhver
Ergiebigste heiße Quelle Europas: 180 Liter kochendes Wasser pro Sekunde, die per Leitung bis Akranes fließen.
Hraunfossar
Auf einem Kilometer sickern unzählige klare Rinnsale unter dem Lavafeld Hallmundarhraun hervor in die Hvítá.
Barnafoss
Wenige Schritte flussaufwärts drückt sich die Hvítá tosend durch eine enge Felsrinne, an der eine düstere Sage hängt.
Snorrastofa in Reykholt
Forschungsstätte am Hof des Snorri Sturluson mit seinem steinernen Badebecken Snorralaug aus dem 13. Jahrhundert.
Abends: Thermalbad Krauma
Sechs Becken, gespeist aus dem Wasser des Deildartunguhver und einem Gletscherbach, dazu zwei Dampfsaunen.
Tag 10Borgarnes und Heimflug
Landnámssetur Borgarnes
Zwei Ausstellungen im ältesten Haus am Hafen: die Landnahme Islands und die Egils-Saga, beide mit Audioguide in vielen Sprachen.
Skallagrímsgarður
Kleiner Park um den Grabhügel von Skallagrímur, dem Vater des Saga-Helden Egill, mitten im alten Ortskern.
Abreise ab Keflavík
Mach daraus deine Reise
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