Reiseplan · 5 Tage · 21 Orte
5 Tage Mallorca
Fünf Tage im Norden Mallorcas: zwei Nächte im Orangental von Sóller, Küstenstraße nach Deià und Valldemossa, die Schlucht von Sa Calobra, dann Standortwechsel nach Pollença mit Formentor zum Schluss — Bergdörfer und Buchten statt Playa de Palma.
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Foto: Margo Evardson · Pexels
Die Route auf der Karte
Der Plan, Tag für Tag
Tag 1Ankommen im Tal von Sóller
Anreise nach Mallorca
Hotel-Check-in
Quartier in Sóller, einer Kleinstadt aus Orangengärten und Herrenhäusern hinter dem Tunnel der Tramuntana, von der aus die Küstenstraße nach Deià und die Straßenbahn zum Hafen abgehen.
Plaça de la Constitució in Sóller
Vor der Kirche Sant Bartomeu mit ihrer Gaudí-Schüler-Fassade aus Sandstein kreuzt die schmalspurige Straßenbahn den Platz und fährt zwischen den Cafétischen hindurch.
Port de Sóller mit der historischen Straßenbahn
Die Holzwagen von 1913 rumpeln in zwanzig Minuten durch Orangenhaine hinunter an die fast geschlossene Bucht, an deren Rand die Fischerboote und die Bootsanleger liegen.
Abends: Uferweg Platja d'en Repic
Auf der ruhigeren Südseite der Bucht läuft man am Sandstreifen entlang, während die Lichter der Hafenpromenade sich im Wasser spiegeln und die letzten Boote einlaufen.
Tag 2Küstenstraße nach Deià und Valldemossa
Cartoixa de Valldemossa
In den Zellen der alten Kartause haben Chopin und George Sand den Winter 1838 verbracht; zu sehen sind sein Pleyel-Klavier, die Klosterapotheke und der Blick von den Gärten ins Tal.
Son Marroig
Das Landhaus von Erzherzog Ludwig Salvator steht über der Steilküste, und von der weißen Marmorrotunde im Garten sieht man auf den durchbohrten Felsen Sa Foradada hinaus.
Cala Deià
Eine schmale Kies- und Felsbucht am Ende einer engen Straße, in der zwischen Bootshäusern zwei einfache Strandlokale auf Holzterrassen über dem Wasser stehen.
Deià: Friedhof am Kirchberg
Oben am Ortskern liegt hinter der Kirche Sant Joan Baptista der Friedhof, in dem der Dichter Robert Graves unter einer schlichten Zementplatte begraben ist — mit Blick über die Terrassenfelder aufs Meer.
Abends: Carrer de sa Lluna in Sóller
Die alte Handelsgasse vom Hauptplatz weg ist abends beleuchtet, die Eisdielen, Weinbars und Töpferläden haben lange offen und es riecht nach den Orangenbäumen der Innenhöfe.
Tag 3Serpentinen, Schlucht und Kloster
Mirador de Ses Barques
Von der Terrasse an der Ma-10 über Sóller sieht man das ganze Tal und die Hafenbucht auf einmal, mit den Orangenplantagen als grünem Fleck in der Mitte.
Nus de sa Corbata
Die Straße nach Sa Calobra schlingt sich hier in einer 270-Grad-Kehre unter sich selbst hindurch — man stellt den Wagen ab und sieht dem Asphaltknoten von oben zu.
Mündung des Torrent de Pareis
Durch zwei kurze, in den Fels gehauene Tunnel gelangt man zum Kiesstrand, wo die 200 Meter hohen Wände der Schlucht auf das Meer treffen.
Cala Tuent
Die stillere Nachbarbucht unter dem Puig Major hat groben Kies, kaum Infrastruktur und dahinter die kleine Kapelle Ermita de Sant Llorenç.
Santuari de Lluc
Das Wallfahrtskloster im Bergkessel beherbergt die schwarze Marienfigur „La Moreneta", einen botanischen Garten und den Kreuzweg hinauf zum Kalvarienhügel.
Abends: Uferpromenade Es Través
Am Nordufer der Hafenbucht von Sóller reihen sich Bars mit Blick auf die beiden Leuchttürme an der Einfahrt, die nach Einbruch der Dunkelheit blinken.
Tag 4Weiter in den Norden: Pollença und seine Buchten
Weiterreise nach Pollença
Hotel-Check-in
Kalvarienbergtreppe El Calvari
365 von Zypressen gesäumte Steinstufen führen vom Ortskern hinauf zur schlichten Kapelle mit dem Kreuz, von der aus man über die Ziegeldächer bis zur Bucht sieht.
Pont Romà
Am nördlichen Ortsrand überspannt eine zweibogige Brücke römischen Ursprungs den meist trockenen Torrent de Sant Jordi.
Cala Sant Vicenç
Vier kleine Buchten zwischen Felsnasen unter der Wand des Cavall Bernat — klares Wasser, Kiefern bis ans Ufer und deutlich weniger Betrieb als in der Bucht von Pollença.
Passeig Voramar in Port de Pollença
Der autofreie Pinienweg am Wasser führt an alten Sommerhäusern entlang, in einem davon hat Agatha Christie ihre Parker-Pyne-Geschichte „Problem at Pollensa Bay" angesiedelt.
Abends: Moll Vell in Port de Pollença
Am alten Anleger sitzt man abends zwischen Segelbooten und Fischerkähnen, und über der Bucht steht die dunkle Silhouette der Formentor-Halbinsel.
Tag 5Formentor und Abschied
Mirador Es Colomer
Von der Aussichtskanzel an der Formentor-Straße blickt man 200 Meter senkrecht hinunter auf den Felsen Es Colomer und die zerklüftete Nordküste.
Platja de Formentor
Ein flacher Sandstrand unter Pinien mit Blick zurück auf die Berge der Tramuntana — im Sommer hält hier auch das Boot aus Port de Pollença.
Abreise ab Mallorca
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