Reiseplan · 8 Tage · 37 Orte
8 Tage Korsika
Acht Tage einmal quer über Korsika: Genueserhäfen in Bastia und am Cap Corse, zwei Bergtage in Corte mit dem Aufstieg zum Lac de Melo, die roten Calanche über dem Golf von Porto und zum Schluss Ajaccio mit den Sanguinaires-Inseln.
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Foto: SlimMars 13 · Pexels
Die Route auf der Karte
Der Plan, Tag für Tag
Tag 1Ankommen in Bastia
Anreise nach Bastia
Hotel-Check-in
Quartier in Terra Vecchia, dem alten Fischerviertel hinter dem Vieux-Port: enge Gassen, Wäscheleinen über der Straße, und alles Sehenswerte der Stadt liegt in zehn Gehminuten.
Vieux-Port von Bastia
Das ovale Hafenbecken mit den hohen, abgeblätterten Genueserhäusern, in dem noch echte Fischerboote zwischen den Yachten liegen.
Église Saint-Jean-Baptiste
Die größte Kirche Korsikas mit ihren zwei Glockentürmen über dem Hafen — innen barocker Marmor und vergoldeter Stuck aus dem 18. Jahrhundert.
Zitadelle Terra Nova mit Gouverneurspalast
Der ockerfarbene Festungsring über dem Hafen, im Palais des Gouverneurs das Stadtmuseum und dahinter der Jardin Romieu mit Blick auf die Küste Richtung Elba.
Abends: Place Saint-Nicolas
Der 300 Meter lange Platanenplatz am Meer, abends voller Leute an den Cafétischen; an der Ecke gibt es Kastanienbier vom Fass.
Tag 2Cap Corse und der Nebbio
Erbalunga
Schiefergraues Fischerdorf auf einer Felszunge mit halb verfallenem Genueserturm im Wasser — zehn Kilometer nördlich von Bastia und einen Spaziergang durch die Gassen wert.
Col de Teghime
Der Pass auf 536 Metern, von dem man an einem klaren Vormittag gleichzeitig auf das Tyrrhenische Meer bei Bastia und auf den Golf von Saint-Florent sieht.
Nonza — Paoli-Turm und schwarzer Strand
Das Dorf klebt 150 Meter über einem tiefschwarzen Kiesstrand, den der Abraum eines alten Asbestbergwerks hinterlassen hat; vom schwarzen Turm geht der Blick die ganze Westküste hinunter.
Saint-Florent — Altstadt und Rundturm
Kleiner Segelhafen am Golf, dahinter ein Gassengeflecht und der runde Genueserturm von 1440 auf dem Hügel über dem Wasser.
Patrimonio — Weinberge und Église Saint-Martin
Korsikas erstes AOC-Weinbaugebiet (seit 1968) auf Kalkboden: Nielluccio-Rot und Muscat, verkostet direkt in den Kellern unterhalb der einsam stehenden Kirche.
Abends: Hafenpromenade von Saint-Florent
Der Kai füllt sich nach Sonnenuntergang, an den Tischen am Wasser sitzt halb Saint-Florent bei einem Muscat aus Patrimonio.
Tag 3Mit dem Trinighellu nach Corte
Weiterreise nach Corte
Hotel-Check-in
Zitadelle von Corte mit Musée de la Corse
Auf dem Felssporn über der Altstadt: das Nid d'Aigle genannte Kastell und im Zeughaus daneben das Museum zur korsischen Alltagskultur, von der Transhumanz bis zur Unabhängigkeitsbewegung.
Belvédère über dem Zusammenfluss
Aussichtskanzel hinter der Zitadelle, von der man senkrecht hinunter auf die Stelle sieht, an der Restonica und Tavignano zusammenfließen.
Place Paoli
Der schräge Marktplatz der Oberstadt mit dem Denkmal für Pasquale Paoli, den Gründer der kurzlebigen korsischen Republik, deren Hauptstadt Corte war.
Passerelle über den Tavignano
Vom Ende der Oberstadt führt ein Hängesteg in den Eingang der Tavignano-Schlucht; schon nach zwanzig Minuten Weg ist von der Stadt nichts mehr zu hören.
Abends: Cours Paoli
Die Hauptstraße der Studentenstadt — Corte hat als einzige Stadt Korsikas eine Universität —, abends die belebteste Zeile zwischen Buchhandlung und Bar.
Tag 4Restonica-Tal und Lac de Melo
Gorges de la Restonica am Pont de Tragone
Die ersten Kilometer der Schlucht: glatt geschliffener Granit, eiskaltes Wasser in Gumpen und die alte Steinbrücke, von der aus man das Tal hinaufsieht.
Bergerie de Grotelle
Ende der Talstraße auf 1370 Metern, wo die Hirten im Sommer Brocciu und Schafskäse verkaufen — Ausgangspunkt für den Aufstieg zu den Seen.
Lac de Melo
Gletschersee auf 1711 Metern unter den Wänden des Monte Rotondo; der markierte Weg hinauf dauert eine gute Stunde und endet über zwei kurze Kettenpassagen.
Naturbecken der Restonica bei Tuani
Auf halber Höhe im Kiefernwald liegen die bekanntesten Badegumpen des Tals — türkis, sehr kalt und nachmittags in der Sonne.
Église de l'Annonciation
Cortes älteste Kirche von 1450 an der Rampe zur Zitadelle, mit bemalter Holzkanzel und einer schlichten Fassade aus Bruchstein.
Abends: Place Gaffori
Der Platz der Oberstadt um das Standbild des Generals Gaffori, dessen Wohnhaus dahinter noch die Einschusslöcher der Belagerung von 1750 trägt.
Tag 5Golf von Porto und die Calanche
Weiterreise nach Porto
Hotel-Check-in
Marine de Porto mit Genueserturm
Der quadratische Turm von 1549 steht auf einem Felsblock über der Flussmündung; von oben liegt der ganze Golf mit seinen roten Klippen im Blick.
Calanche de Piana
Rote Porphyrfelsen, die 300 Meter senkrecht ins Meer abfallen und in Türme, Köpfe und Tiere verwittert sind; der kurze Weg vom Château fort führt mitten hinein.
Plage de Ficajola
Winzige Kiesbucht in einer Felsspalte unterhalb von Piana, erreichbar über eine schmale Serpentinenstraße und 200 Stufen hinunter zu den alten Fischerhütten.
Abends: Dorfplatz von Piana
Vor der Kirche Sainte-Marie mit ihrem hellen Glockenturm sitzt man abends auf der Terrasse und sieht den Golf unter sich dunkel werden.
Tag 6Scandola und die Schlucht von Spelunca
Bootsfahrt zur Réserve de Scandola
Vom Hafen von Porto aus drei Stunden entlang der Unesco-geschützten Vulkanküste mit ihren Grotten, Fischadlern und der roten Steilwand — an Land darf hier niemand, gestoppt wird im Fischerdorf Girolata.
Pont génois de Pianella
Genueserbrücke von 1700 über den Porto-Fluss, ein einziger hoher Bogen aus grünlichem Stein, unter dem man baden kann.
Gorges de la Spelunca bis zum Pont de Zaglia
Auf dem gepflasterten alten Maultierpfad zwischen Ota und Évisa eine Stunde die Schlucht hinauf bis zur zweiten Genueserbrücke im Schatten der Erlen.
Bergdorf Ota
Grauschiefrige Häuser an einem Steilhang unter zwei Felsnadeln, mit Blick talabwärts bis zum Meer — noch immer ein Dorf, das von Ziegen und Kastanien lebt.
Abends: Sonnenuntergang über der Marine von Porto
Wenn die Sonne fällt, glühen die Klippen des Golfs minutenlang orangerot — der beste Platz dafür ist der Kiesstrand hinter der Eukalyptusallee.
Tag 7Ajaccio, die Stadt Napoleons
Weiterreise nach Ajaccio
Hotel-Check-in
Maison Bonaparte
Das Geburtshaus Napoleons in der Altstadt, vier Etagen Familienmobiliar der Bonapartes und die Kammer, aus der er 1793 vor den Paolisten fliehen musste.
Palais Fesch — Musée des Beaux-Arts
Die größte Sammlung italienischer Malerei in Frankreich nach dem Louvre, zusammengetragen von Kardinal Fesch, Napoleons Onkel: Botticelli, Tizian, Bellini.
Place Foch
Der palmengesäumte Platz zwischen Rathaus und Hafen, oben die Marmorstatue Napoleons als römischer Konsul, unten vier Löwen an einem Brunnen.
Zitadelle und Plage Saint-François
Die noch militärisch genutzte Festung von 1554 auf der Landzunge, davor der kleine Stadtstrand, an dem Ajaccio nach Feierabend schwimmen geht.
Abends: Boulevard Lantivy am Wasser
Die Uferstraße Richtung Sanguinaires, abends eine Reihe offener Bars mit Blick auf den dunklen Golf und die Lichter der Fähren.
Tag 8Sanguinaires, Markt und Abschied
Pointe de la Parata und Îles Sanguinaires
Am Ende der Küstenstraße ein Genueserturm auf schwarzrotem Fels, davor die vier Blutinseln in der Brandung; der Rundweg um die Spitze dauert eine halbe Stunde.
Markt am Square Campinchi
Der Vormittagsmarkt am Hafen mit Wurst aus dem Landesinneren, Brocciu, Kastanienmehl und Immortelle-Öl — bis 13 Uhr, dann ist Schluss.
Abreise ab Ajaccio
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