Reiseplan · 8 Tage · 37 Orte
8 Tage Baltikum
Acht Tage durch die drei baltischen Hauptstädte: erst Tallinns mittelalterliche Altstadt und das grüne Kadriorg, dann per Fernbus nach Riga zu Jugendstil und Zentralmarkt, zuletzt nach Vilnius mit Užupis, Barockkirchen und dem Blick vom Gediminas-Turm.
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Foto: Sergei Gussev · Pexels
Die Route auf der Karte
Der Plan, Tag für Tag
Tag 1Ankommen in Tallinns Altstadt
Anreise nach Tallinn
Hotel-Check-in
Quartier in der Vanalinn zwischen Rathausplatz und Stadtmauer, von wo aus alle Altstadtgassen zu Fuß erreichbar sind.
Raekoja plats
Der Rathausplatz mit dem einzigen erhaltenen gotischen Rathaus Nordeuropas und der Ratsapotheke, die seit 1422 an derselben Ecke verkauft.
Aussichtsplattform Kohtuotsa
Vom Rand des Domberges sieht man über die roten Ziegeldächer der Unterstadt bis zu den Fährterminals im Hafen.
Abends: Telliskivi Loomelinnak
Ehemaliges Bahnwerksgelände mit Streetart, Bars und Plattenläden, das erst nach Feierabend richtig voll wird.
Tag 2Domberg & Hansestadt
Alexander-Newski-Kathedrale
Russisch-orthodoxe Zwiebelturmkirche von 1900, deren Inneres von Mosaiken und Ikonostase in dunklem Gold ausgeleuchtet wird.
Patkuli-Aussichtsplattform
Blick von der Nordkante des Toompea auf die Stadtmauertürme und den Hafen, dazu die lange Treppe hinunter in die Unterstadt.
Stadtmauer am Hellemann-Turm
Begehbarer Wehrgang auf der mittelalterlichen Stadtmauer, von dem man in die Hinterhöfe der Müürivahe blickt.
Katharinengang
Schmale Gasse hinter der Katharinenkirche, in deren Werkstätten Glasbläserinnen und Buchbinder bei der Arbeit zusehen lassen.
Große Gildehalle
Im gotischen Gildehaus erzählt das Estnische Geschichtsmuseum die Landesgeschichte von der Hanse bis zur singenden Revolution.
Abends: Rotermanni kvartal
Umgebaute Speicherhäuser aus Backstein zwischen Altstadt und Hafen, abends beleuchtet und voller Weinbars.
Tag 3Kadriorg, Sängerwiese & Pirita
Kadrioru palee
Barockpalast, den Peter I. für Katharina bauen ließ; im Hauptsaal hängen heute niederländische und italienische Meister.
Kumu Kunstimuuseum
Estnische Kunst von den Gutshofporträts bis zur Sowjetmoderne, gezeigt in einem in den Kalkstein gebauten Rundbau.
Lauluväljak
Die Sängerfestwiese mit ihrer Muschelbühne, auf der 1988 Hunderttausende die singende Revolution begannen.
Pirita-Klosterruine
Die offene Westfassade des Birgittinerklosters von 1436 steht ohne Dach über dem alten Friedhof am Fluss.
Strand von Pirita
Zwei Kilometer heller Sand mit Blick zurück auf die Türme der Altstadt über der Bucht.
Abends: Noblessner
Ehemalige U-Boot-Werft am Wasser, wo abends die Terrassen an der Kaimauer offen haben.
Tag 4Über die Grenze nach Riga
Weiterreise nach Riga
Hotel-Check-in
Rīgas Doms
Größte Kathedrale des Baltikums mit Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert und einer Orgel, die nachmittags im Kurzkonzert läuft.
Schwarzhäupterhaus
Der 1999 wiederaufgebaute Prunkgiebel der Kaufmannsbruderschaft am Rathausplatz, innen mit Festsaal und Gewölbekeller.
Rigaer Petrikirche
Aufzug in 72 Meter Höhe, von wo man Altstadtdächer, Daugava und die Türme der Akademie auf einmal sieht.
Abends: Līvu laukums
Der Livenplatz mit den bunten Gildehäusern, wo abends Straßenmusik und Terrassen bis spät laufen.
Tag 5Jugendstil & Zentralmarkt
Freiheitsdenkmal
Die Milda hält drei Sterne über Riga; zur vollen Stunde wechselt darunter die Ehrenwache.
Alberta iela
Eine ganze Straßenzeile Jugendstil von Michail Eisenstein, mit Masken, Sphinxen und Pfauen über den Portalen.
Rigaer Zentralmarkt
Fünf alte Zeppelinhangars voller Räucherfisch, Sauerkraut und Schwarzbrot — die Fischhalle riecht man schon von draußen.
Lettische Akademie der Wissenschaften
Stalinistischer Hochhausbau mit offener Aussichtsterrasse im 17. Stock über Markt und Moskauer Vorstadt.
Spīķeri-Quartier
Backsteinspeicher des 19. Jahrhunderts am Kanal, heute Galerien, Konzertsaal und die Promenade an der Daugava.
Abends: Bastejkalna parks
Parkhügel am Stadtkanal, abends beleuchtet, mit den Gedenksteinen für die Opfer der Barrikaden von 1991.
Tag 6Weiter nach Vilnius
Weiterreise nach Vilnius
Hotel-Check-in
Tor der Morgenröte
Das letzte erhaltene Stadttor mit der silberverkleideten Marienikone, vor der auf der Straße gekniet wird.
Pilies gatvė
Die alte Schlossstraße mit Bernsteinständen, Innenhöfen und der schmalen Gasse zur Universität.
Kathedrale St. Stanislaus
Weißer Tempelbau am Kathedralenplatz mit der Barockkapelle des heiligen Kasimir und dem frei stehenden Glockenturm.
Abends: Vilniaus gatvė
Fußgängerstraße mit Bars und kleinen Bühnen, an lauen Abenden die belebteste Zeile der Neustadt.
Tag 7Barock, Burgberg & Užupis
Gediminas-Turm
Roter Backsteinstumpf der Oberburg, von dessen Plattform man Altstadt, Neris und die Hügel ringsum überblickt.
Užupis
Künstlerviertel jenseits der Vilnia mit dem Engel auf der Säule und der Verfassung in vierzig Sprachen an der Hauswand.
St.-Anna-Kirche
Backsteingotik aus 33 Ziegelformen, daneben das Bernhardinerkloster mit seinem ruhigen Innenhof.
Universität Vilnius
Dreizehn verwinkelte Innenhöfe aus vier Jahrhunderten, dazu die Freskenhalle der Bibliothek und der Glockenturm der Johanneskirche.
Museum der Okkupationen und Freiheitskämpfe
Im früheren KGB-Gebäude sind die Zellen und die Hinrichtungskammer im Keller unverändert erhalten.
Abends: Stiklių gatvė
Enge Gassen des alten Glaserviertels, abends von Laternen und den Fenstern der Weinkeller ausgeleuchtet.
Tag 8Markthalle und Abschied
Halės turgus
Vilnius' älteste Markthalle von 1906 mit Bauernkäse, Räucheraal und Ständen für Kvass und Šakotis.
Kirche St. Peter und Paul
Unter der schlichten Fassade wölben sich über zweitausend weiße Stuckfiguren — der überladenste Barockinnenraum Litauens.
Abreise ab Vilnius
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