Reiseplan · 10 Tage · 48 Orte
10 Tage Balkan
Zehn Tage vom Fjord von Kotor über die albanische Küstenebene bis an den Ohridsee — drei Länder, kurze Etappen und jeden Abend ein anderer Platz zum Sitzen.
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Foto: Nadtochiy Photography · Pexels
Die Route auf der Karte
Der Plan, Tag für Tag
Tag 1Ankommen in der Bucht von Kotor
Anreise nach Kotor
Hotel-Check-in
Das Quartier liegt innerhalb der venezianischen Stadtmauern von Kotor, wo abends nur Fußgänger durch die Gassen gehen.
Altstadt von Kotor
Ein Gassengeflecht aus hellem Kalkstein zwischen Seetor, Waffenplatz und den Palästen der Familien Pima und Drago.
Kathedrale des Heiligen Tryphon
Romanische Doppelturmkirche von 1166 mit dem silbernen Reliquiar des Stadtpatrons in der Schatzkammer über dem Chor.
Abends: Trg od oružja
Der Waffenplatz mit Uhrturm und Schandpfahl ist der Platz, an dem Kotor nach Sonnenuntergang draußen sitzt.
Tag 2Boka Kotorska: Festung, Fjord und Perast
Festung San Giovanni
1350 Stufen führen an der Kirche Gospa od Zdravlja vorbei zur Bergfestung mit dem Blick über die ganze innere Bucht.
Maritimes Museum von Montenegro
Im Palast Grgurina erzählen Schiffsmodelle, Seekarten und Kapitänsporträts von der Handelsflotte der Bucht.
Perast
Ein einziger Straßenzug barocker Kapitänshäuser am Wasser, überragt vom Glockenturm von Sveti Nikola.
Gospa od Škrpjela
Die künstliche Insel vor Perast trägt eine Kirche mit 68 Barockgemälden von Tripo Kokolja und einem gestickten Altarbild aus Menschenhaar.
Abends: Uferpromenade von Perast
Nach Sonnenuntergang liegen die beiden Inseln beleuchtet vor der Kaimauer, an der die Boote festmachen.
Tag 3Lovćen und die alte Königsstadt
Serpentinen-Aussicht über die Bucht
Auf halber Höhe der 25 Kehren der alten Kotor-Cetinje-Straße öffnet sich der Blick senkrecht auf die Altstadt und den Fjord.
Njegoš-Mausoleum auf dem Lovćen
461 Stufen im Tunnel führen zum Grab des Dichterfürsten auf 1657 Metern, dahinter die Rundterrasse über halb Montenegro.
Njeguši
Das Heimatdorf der Petrović-Dynastie, in dessen Räucherkammern der montenegrinische Pršut und der Käse in Öl reifen.
Kloster Cetinje
Im Kloster von 1701 werden die rechte Hand Johannes des Täufers und ein Splitter des Kreuzes Christi gezeigt.
König-Nikola-Museum
Die Residenz des letzten Königs steht mit Waffensaal, Billardzimmer und Familienporträts fast unverändert von 1918.
Abends: Uferpromenade von Kotor
Zwischen Seetor und Yachthafen läuft man abends an der beleuchteten Stadtmauer entlang, die sich im Wasser spiegelt.
Tag 4Budva und die Riviera
Weiterreise nach Budva
Hotel-Check-in
Altstadt von Budva
Eine kleine ummauerte Halbinsel mit drei Kirchen auf einem Platz und Gassen, die alle am Meer enden.
Zitadelle von Budva
Die Festung am Südzipfel der Altstadt trägt eine Bibliothek mit Seekarten und eine Mauerterrasse über der Bucht.
Sveti Stefan
Das frühere Fischerdorf auf der Landzunge ist heute ein geschlossenes Hotel — der Blick vom Aussichtspunkt an der Straße bleibt der beste.
Strand Mogren
Zwei Kiesbuchten hinter der Altstadt, erreichbar über einen in den Fels gehauenen Uferpfad.
Abends: Promenade Slovenska plaža
Die lange Strandpromenade füllt sich nach neun mit Eisständen, Straßenmusik und Familien aus der ganzen Bucht.
Tag 5Über die Grenze nach Shkodra
Weiterreise nach Shkodra
Hotel-Check-in
Fußgängerstraße Kolë Idromeno
Die restaurierte Hauptgasse mit den pastellfarbenen Handelshäusern der österreichisch-italienischen Zeit.
Marubi-Museum für Fotografie
Die Sammlung der Dynastie Marubi zeigt die ältesten Fotografien Albaniens, darunter das Porträt von 1858.
Burg Rozafa
Illyrische Festung über dem Zusammenfluss von Drin, Buna und Kir, mit der Legende der eingemauerten Rozafa und weitem Blick auf den See.
Bleimoschee
Die Xhamia e Plumbit von 1773 steht mit ihren Bleikuppeln allein in der Flussniederung am Stadtrand.
Abends: Sheshi Demokracia
Der abendliche Xhiro füllt den Hauptplatz mit spazierenden Familien, bis die Cafés im Freien besetzt sind.
Tag 6Tiranas bunte Mitte
Weiterreise nach Tirana
Hotel-Check-in
Skanderbeg-Platz
Die fußläufige Steinfläche mit Reiterstandbild, Uhrturm und den Fassaden der italienischen Bauzeit ringsum.
Et'hem-Bey-Moschee
Der Innenraum von 1821 ist mit Bäumen, Wasserfällen und Brücken bemalt — in der islamischen Kunst eine Seltenheit.
Bunk'Art 2
Der Atombunker des Innenministeriums unter dem Skanderbeg-Platz dokumentiert Sigurimi, Verhöre und Straflager.
Haus der Blätter
Die frühere Abhörzentrale zeigt Wanzen, Mikrofonkoffer und Akten der Überwachung im Originalgebäude.
Pyramide von Tirana
Das frühere Enver-Hoxha-Mausoleum ist heute ein begehbarer Betonberg mit Treppen bis zur Spitze.
Abends: Blloku
Das früher für die Parteispitze gesperrte Viertel ist heute die Gegend mit den meisten Bars der Stadt.
Tag 7Berg Dajti und das alte Tirana
Bunk'Art 1
Der fünfstöckige Regierungsbunker am Stadtrand mit 106 Räumen, darunter Hoxhas unberührtes Arbeitszimmer.
Dajti Ekspres
Die Seilbahn zieht in einer Viertelstunde auf 1050 Meter, von wo die ganze Ebene bis zur Adria zu sehen ist.
Pazari i Ri
Die überdachte Markthalle mit Gemüseständen, Gewürzen und Räucherfisch, ringsum Bäckereien und Byrek-Läden.
Nationales Historisches Museum
Hinter dem Mosaik „Die Albaner" führen die Säle von der Illyrerzeit über Skanderbeg bis in die Diktatur.
Großer Park am Künstlichen See
Der Stadtwald südlich des Zentrums mit Uferweg um den Stausee und dem Präsidentenpalast am Rand.
Abends: Rruga Murat Toptani
Die autofreie Gasse an der Mauer der Justinian-Festung ist abends beleuchtet und voller Tische.
Tag 8Ankunft am Ohridsee
Weiterreise nach Ohrid
Hotel-Check-in
Altstadt von Ohrid
Kopfsteingassen mit den vorkragenden Obergeschossen der Handelshäuser aus dem 19. Jahrhundert, steil zum See hinunter.
Kirche Sveta Sofija
Die Bischofskirche des 11. Jahrhunderts bewahrt byzantinische Fresken, die unter osmanischem Putz überdauert haben.
Antikes Theater von Ohrid
Das hellenistische Theater aus dem 3. Jahrhundert vor Christus liegt in einer Mulde zwischen zwei Wohnvierteln.
Festung des Zaren Samuil
Die Wehrmauer der bulgarischen Zarenzeit lässt sich begehen und gibt den Blick über See, Altstadt und die albanischen Berge frei.
Abends: Uferpromenade Kej Maršal Tito
Die Seepromenade zwischen Hafen und Platane ist der abendliche Korso von Ohrid.
Tag 9Der Süden des Ohridsees
Kirche Sveti Jovan Kaneo
Die kleine Kuppelkirche steht auf einer Klippe über dem Wasser und ist das meistfotografierte Motiv des Sees.
Plaošnik und Kloster Sveti Kliment
Auf dem Hügel liegen die Grabstätte des Kliment von Ohrid, frühchristliche Bodenmosaike und die wiederaufgebaute Klosterkirche.
Museum auf dem Wasser – Bucht der Knochen
Eine rekonstruierte Pfahlbausiedlung der Bronzezeit steht auf Stelzen im See, dazu eine römische Wehranlage am Ufer.
Kloster Sveti Naum
Am Südzipfel des Sees stehen die Klosterkirche mit dem Grab des heiligen Naum und die Quellen des Schwarzen Drin, die man im Ruderboot befährt.
Abends: Čaršija von Ohrid
Das alte Basarviertel um die Silberschmiede und Perlenläden bleibt bis spät geöffnet.
Tag 10Abschied vom Ohridsee
Ikonengalerie von Ohrid
Dreißig byzantinische Tafelikonen des 11. bis 14. Jahrhunderts, darunter die doppelseitige Muttergottes Psychosostria.
Robevi-Haus
Das Kaufmannshaus von 1864 zeigt die typische Ohrider Bauweise mit hölzernen Erkern und beherbergt die archäologische Sammlung.
Abreise ab Ohrid
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