Reiseplan · 8 Tage · 36 Orte
8 Tage Sizilien
Acht Tage quer über Sizilien: vier Nächte in Palermo mit Normannenpalast, Ballarò-Markt, Monreale und einem Tag in Cefalù, dann zwei Nächte in Catania mit einem vollen Tag auf dem Ätna, zum Schluss Taormina über dem Meer.
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Foto: Alexandra Holbea · Pexels
Die Route auf der Karte
Der Plan, Tag für Tag
Tag 1Ankommen in Palermo
Anreise nach Palermo
Hotel-Check-in
Das Quartier rund um die Via Maqueda zwischen Quattro Canti und Teatro Massimo ist abends verkehrsfrei, alle Altstadtziele liegen von hier zu Fuß in einer Viertelstunde.
Quattro Canti
Die barocke Straßenkreuzung von 1620, an der vier konkave Fassaden mit Brunnen, Jahreszeiten, spanischen Königen und Stadtpatroninnen übereinandergestapelt sind.
Fontana Pretoria
Der florentinische Marmorbrunnen mit vier Dutzend nackten Flussgöttern und Nymphen, den die Palermitaner deshalb Brunnen der Schande nennen.
Abends: Vucciria bei Nacht
Der tagsüber verschlafene Altmarkt füllt sich nach acht mit Grillrauch, Bierkisten als Tischen und Leuten, die auf der Piazza Caracciolo stehen.
Tag 2Normannen, Märkte und Barock
Mercato di Ballarò
Der lauteste Markt der Stadt zieht sich von der Piazza Ballarò durch das Albergheria-Viertel: Schwertfischköpfe, Sfincione-Bleche und die singenden Abbanniate der Händler.
San Giovanni degli Eremiti
Normannische Kirche mit fünf leuchtend roten Kuppeln und einem kleinen Kreuzgang aus Doppelsäulen, in dem Zitronenbäume und Agaven stehen.
Palazzo dei Normanni mit Cappella Palatina
Im Königspalast liegt die Palastkapelle Rogers II. von 1140 — byzantinische Goldmosaike unter einer arabischen Stalaktitendecke aus bemaltem Holz.
Kathedrale von Palermo
Der Bau aus normannischer Zeit trägt arabische Zinnen, katalanische Vorhalle und eine klassizistische Kuppel; im Seitenschiff stehen die Porphyrsarkophage der Staufer.
Teatro Massimo
Das größte Opernhaus Italiens von 1897, dessen Freitreppe aus dem Schlussbild von Der Pate III bekannt ist; drinnen führt eine halbe Stunde durch Zuschauerraum und Königsloge.
Abends: Via Maqueda
Die abends autofreie Hauptachse zwischen Quattro Canti und Teatro Massimo, auf der Straßenmusiker spielen und die Cafés Tische bis auf das Pflaster stellen.
Tag 3Monreale und der Golf von Mondello
Dom von Monreale
Auf 300 Metern über der Conca d'Oro deckt der größte Mosaikzyklus des Mittelalters 6300 Quadratmeter Wand — vom Christus Pantokrator in der Apsis bis zur Arche Noah im Mittelschiff.
Kreuzgang von Monreale
228 Doppelsäulen des Benediktinerklosters, jede anders mit Mosaik, Zickzack oder Ranken belegt, dazu ein arabischer Brunnen in der Südwestecke.
Santuario di Santa Rosalia am Monte Pellegrino
Die Wallfahrtskirche der Stadtpatronin steckt halb in einer Höhle des Hausbergs; von der Terrasse davor sieht man Palermo, den Hafen und Mondello auf einmal.
Strand von Mondello
Zwei Kilometer heller Sand in einer Bucht zwischen Monte Pellegrino und Monte Gallo, flach abfallend und im September noch gut 25 Grad warm.
Abends: Charleston-Pier in Mondello
Der Liberty-Pavillon von 1913 steht auf Stelzen im Wasser und ist abends angestrahlt, ringsum füllt sich die Promenade mit Eisdielen und Panelle-Buden.
Tag 4Tagesausflug nach Cefalù
Dom von Cefalù
Der Regionalzug ab Palermo Centrale braucht knapp eine Stunde; die normannische Kathedrale von 1131 zeigt in der Apsis einen Christus Pantokrator, der als ältester und strengster Siziliens gilt.
Lavatoio Medievale
Eine Wendeltreppe aus Lavastein führt vom Corso hinunter zum mittelalterlichen Waschhaus, wo Quellwasser durch steinerne Becken zum Meer läuft.
La Rocca di Cefalù
Der Aufstieg über Serpentinen und Treppen zum Felsen führt am megalithischen Diana-Tempel vorbei zur Burgruine, von der aus die Altstadt wie ein Ziegeldach im Meer liegt.
Spiaggia di Cefalù
Der Sandstrand direkt unter der Altstadt, an dessen Ostende die alten Fischerhäuser mit ihren Bögen bis ans Wasser reichen.
Abends: Corso Ruggero
Die Hauptgasse zwischen Piazza Duomo und Porta Marina, abends voller Bummler; am unteren Ende schaut man durch das Stadttor auf das dunkle Meer.
Tag 5Weiter nach Catania: Lavastadt am Meer
Weiterreise nach Catania
Hotel-Check-in
Piazza del Duomo mit Elefantenbrunnen
Der schwarze Lavaelefant mit ägyptischem Obelisk steht vor der Agatha-Kathedrale, deren Barockfassade aus Lavastein und weißem Kalkstein gestreift ist.
Castello Ursino
Die staufische Kastellburg von 1240 stand einst am Wasser, bis der Lavastrom von 1669 sie einen halben Kilometer landeinwärts setzte; drinnen das Stadtmuseum.
Villa Bellini
Der Stadtpark an der Via Etnea mit Ficusalleen, Blumenuhr und einer Terrasse, von der aus der Ätna über den Dächern steht.
Teatro Romano di Catania
Das römische Theater aus Lavastein liegt eingebaut zwischen Wohnhäusern, aus dem Untergeschoss quillt bis heute Grundwasser in die Ränge.
Abends: Piazza Vincenzo Bellini
Der Platz vor dem Opernhaus Bellini füllt sich nach neun mit Weinbars unter den Arkaden und Leuten auf den Stufen.
Tag 6Ein Tag auf dem Ätna
Monti Rossi bei Nicolosi
Der rote Doppelkrater über Nicolosi entstand beim Ausbruch von 1669, der Catania erreichte; ein Kiefernpfad führt in zwanzig Minuten auf den Kraterrand.
Crateri Silvestri
Zwei erloschene Nebenkrater von 1892 auf 1900 Metern, deren Ränder man in einer knappen Stunde über schwarze Lapilli umrundet.
Funivia dell'Etna
Die Seilbahn zieht vom Rifugio Sapienza auf 2500 Meter; von dort geht es mit Allradbus und Bergführer weiter Richtung Torre del Filosofo auf 2900 Meter.
Schiena dell'Asino
Der Aussichtsgrat über der Valle del Bove, einem acht Kilometer breiten Einbruchkessel, in den die Lavaströme der letzten Ausbrüche geflossen sind.
Abends: Via Santa Filomena
Die enge Gasse hinter der Via Etnea ist abends komplett mit Tischen zugestellt, an denen gegrillter Fisch und Ätna-Weine ausgeschenkt werden.
Tag 7Taormina über dem Meer
Weiterreise nach Taormina
Hotel-Check-in
Teatro Antico di Taormina
Das griechisch angelegte, römisch umgebaute Theater hat als Bühnenbild den Ätna und die Bucht von Naxos hinter den Backsteinbögen.
Corso Umberto
Die Hauptgasse zwischen Porta Messina und Porta Catania, gesäumt von Keramikläden, Barockportalen und dem Palazzo Corvaja aus dem 14. Jahrhundert.
Villa Comunale
Der Terrassengarten, den Florence Trevelyan im 19. Jahrhundert anlegte, mit ihren backsteinernen Vogelhäuschen und Blick senkrecht hinunter auf die Bucht.
Isola Bella
Die winzige Insel im Naturschutzgebiet hängt an einer Kiesnehrung, die man je nach Wasserstand trockenen Fußes überquert; hinunter fährt die Seilbahn nach Mazzarò.
Abends: Piazza IX Aprile
Die Balkonterrasse mitten im Corso mit Schachbrettpflaster, Uhrturm und dem beleuchteten Ätna gegenüber — abends spielen hier Straßenmusiker.
Tag 8Castelmola und Abreise
Castelmola
Das Bergdorf gut 300 Meter über Taormina hat eine Burgruine, einen Platz aus Lavastein-Mosaik und die Bar Turrisi mit ihrem Mandelwein.
Madonna della Rocca
Die halb in den Fels gehauene Kapelle am alten Treppenweg nach Castelmola; von der Plattform davor liegen Theater, Altstadt und Küste untereinander.
Abreise ab Taormina
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