Reiseplan · 8 Tage · 36 Orte
8 Tage Jakobsweg
Sechs Gehtage von Sarria nach Santiago: täglich vier bis sechs Stunden über Barbadelo, Portomarín, Palas de Rei, Melide, Arzúa und O Pedrouzo, abends Pulpo, Ribeiro und ein Stempel im Pilgerpass — am siebten Tag der Blick vom Monte do Gozo auf die Türme der Kathedrale.
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Foto: Enrique · Pexels
Die Route auf der Karte
Der Plan, Tag für Tag
Tag 1Ankunft in Sarria — Start bei Kilometer 111
Anreise nach Sarria
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Unterkunft in der Oberstadt von Sarria rund um die Rúa Maior, wo die Herbergen, die Pilgerläden und die Treppe zum Kloster nebeneinanderliegen.
Torre da Fortaleza de Sarria
Der einzige erhaltene Turm der mittelalterlichen Burg der Grafen von Lemos steht über der Altstadt, daneben das Kloster A Madalena und der Blick über das Tal, in das der Weg am nächsten Morgen hinabführt.
Tag 2Über Barbadelo zum Hundert-Kilometer-Stein
Weiterreise nach Portomarín
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Igrexa de Santiago de Barbadelo
Romanische Wehrkirche aus dem 12. Jahrhundert mit einem massigen Glockenturm und einem Tympanon, auf dem eine Figur mit ausgebreiteten Armen sitzt; das erste Stempelziel des Tages.
Der 100-Kilometer-Stein bei Ferreiros
Der mit Muscheln, Namen und Steinchen überhäufte Meilenstein, ab dem die Strecke für die Compostela zählt — das meistfotografierte Betonstück Galiciens.
Igrexa de San Xoán de Portomarín
Die Festungskirche der Johanniterritter wurde 1962 Stein für Stein aus dem gefluteten Alt-Portomarín heraufgeschafft; an den Quadern sieht man noch die eingemeißelten Nummern, innen die große Fensterrose der Meister-Mateo-Schule.
Escaleira e Capela das Neves
Die alte Steintreppe mit dem Bogen der Kapelle Santa María das Neves am Ortseingang — ein geretteter Rest des Dorfes, das heute unter dem Belesar-Stausee liegt.
Abends: Praza Conde de Fenosa
Der Laubengang-Platz vor der Kirche, wo abends die Pilger unter den Arkaden sitzen und der Ribeiro glasweise ausgeschenkt wird.
Tag 3Castro, Cruceiro und die Ritterkirche von Vilar de Donas
Weiterreise nach Palas de Rei
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Castro de Castromaior
Ausgegrabene keltische Rundhaussiedlung aus dem 4. Jahrhundert vor Christus, direkt oberhalb des Weges; von den Grundmauern reicht der Blick über die ganze Hochebene.
Cruceiro de Lameiros
Steinkreuz von 1670 mit Totenschädel, Zange und Nägeln am Sockel — eines der ältesten und ungewöhnlichsten Wegkreuze des Camino.
Igrexa de San Tirso
Die Pfarrkirche von Palas de Rei bewahrt hinter dem neueren Bau ein romanisches Portal mit Säulchen und Kapitellen aus dem 12. Jahrhundert.
Igrexa de San Salvador de Vilar de Donas
Vier Kilometer abseits, mit dem Taxi in zehn Minuten erreicht: die Grabkirche der Santiago-Ritter mit Wandmalereien des 15. Jahrhunderts und den liegenden Ritterfiguren im Kirchenschiff.
Abends: Praza do Concello de Palas de Rei
Der kleine Platz vor dem Rathaus mit der Pilgerskulptur, wo sich abends alles trifft, was tagsüber aneinander vorbeigelaufen ist.
Tag 4Leboreiro, Furelos und der Pulpo von Melide
Weiterreise nach Melide
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Igrexa de Santa María de Leboreiro
Winzige romanische Dorfkirche mit einer Marienfigur im Tympanon, um die sich die Legende der leuchtenden Quelle rankt; davor der alte Pilgerhospital-Hof.
Ponte medieval de Furelos
Vierbogige Brücke über den Río Furelos, daneben die Kirche San Xoán mit dem Kruzifix, dessen rechter Arm sich vom Kreuz löst und dem Betrachter entgegenstreckt.
Igrexa de Santa María de Melide
Am Ortsrand gelegene romanische Kirche mit erhaltenen gotischen Wandmalereien in der Apsis — Engel, Heilige und ein Jüngstes Gericht in verblasstem Rot.
Museo da Terra de Melide
Volkskundemuseum im alten Pilgerhospital: Steinkreuze, Trachten, Schmiedewerkzeug und eine sehr gute Abteilung zu den Castros der Umgebung.
Cruceiro de Melide
Neben der Kapelle San Roque steht das älteste Steinkreuz Galiciens aus dem 14. Jahrhundert: auf der einen Seite der thronende Christus, auf der anderen die Kreuzigung.
Abends: Praza do Convento
Der Platz vor dem Kloster Sancti Spiritus mit den Terrassen, auf denen die Etappe bei einem Glas Albariño ausklingt.
Tag 5Käseland: Boente, Ribadiso und Arzúa
Weiterreise nach Arzúa
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Igrexa de Santiago de Boente
Kleine Wegkirche mit einer Santiago-Peregrino-Figur über dem Altar; der Pfarrer stempelt hier oft persönlich und segnet die Vorbeigehenden.
Ponte e antigo hospital de Ribadiso
Steinbrücke über den Río Iso und daneben das restaurierte Pilgerhospital aus dem 15. Jahrhundert, eines der ältesten noch genutzten Herbergsgebäude Europas.
Igrexa da Madalena
Gotischer Rest einer Augustinerkapelle des 14. Jahrhunderts mitten in Arzúa, mit schlichtem Spitzbogenportal und altem Friedhofsgarten.
Igrexa de Santiago de Arzúa
Die Pfarrkirche am oberen Ortsende zeigt einen barocken Altar mit dem Maurentöter zu Pferd und ist Ausgangspunkt der abendlichen Pilgersegnung.
Praza do Peregrino
Rund um den Platz liegen die Käseläden, in denen der milde Arzúa-Ulloa direkt vom Erzeuger über die Theke geht — man darf vor dem Kauf probieren.
Abends: Rúa Cima do Lugar
Die alte Hauptgasse mit den Pilgerbars, in der die letzte Etappenplanung bei Tarta de Santiago und Kaffee gemacht wird.
Tag 6Eukalyptuswälder bis O Pedrouzo
Weiterreise nach O Pedrouzo
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Capela de Santa Irene
Barocke Kapelle mit dem Brunnen, dessen Wasser der Legende nach die Haut heilt; daneben der alte steinerne Waschtrog am Wegrand.
Memorial Guillermo Watt
Ein Paar bronzener Wanderstiefel auf einem Sockel erinnert an den Pilger, der 1993 einen Tagesmarsch vor Santiago starb — vorbeigehende legen Steine daneben.
Igrexa de Santa Eulalia de Arca
Dorfkirche mit Vorhalle und Friedhof oberhalb von O Pedrouzo, der letzte Stempel vor der Ankunft und ein stiller Platz unter den Eichen.
Abends: Avenida de Santiago in O Pedrouzo
Eine einzige lange Straße mit Bars, Waschsalon und Wanderladen, in der abends alle die Weckzeit für den letzten Morgen aushandeln.
Tag 7Monte do Gozo und die Ankunft am Obradoiro
Weiterreise nach Santiago de Compostela
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Lavacolla
Am Bach unterhalb des Dorfes wuschen sich die mittelalterlichen Pilger, bevor sie vor den Apostel traten; heute steht dort nur noch eine Brücke und die alte Kirche am Hang.
Monte do Gozo
Vom Denkmal auf dem Berg der Freude sieht man zum ersten Mal die drei Türme der Kathedrale über den Dächern der Stadt — hier riefen die Pilger früher „Mon joie!".
Praza do Obradoiro
Der Ankunftsplatz mit der Barockfassade des Obradoiro, dem Hostal dos Reis Católicos und dem Kilometerstein null in der Mitte des Pflasters.
Oficina de Acollida ao Peregrino
In der Rúa das Carretas wird der Pilgerpass geprüft und die Compostela auf Latein mit dem eigenen Namen ausgestellt; die Wartenummer zieht man online.
Catedral de Santiago de Compostela
Romanisches Hauptschiff, die Umarmung der Apostelfigur hinter dem Hochaltar und die silberne Krypta mit dem Grab — das Ziel der ganzen Woche.
Abends: Pilgermesse in der Kathedrale
Um 19:30 Uhr werden die an diesem Tag angekommenen Pilger nach Herkunftsland verlesen; an Festtagen schwingen acht Tiraboleiros das Botafumeiro durch das Querschiff.
Tag 8Markt, Museum und Abschied
Mercado de Abastos
In den acht Granithallen verkaufen Bäuerinnen Grelos, Padrón-Paprika und Tetilla-Käse; am Fischstand kann man den Kauf nebenan gegen Gebühr braten lassen.
Museo das Peregrinacións e de Santiago
Zeigt an Karten, Pilgerzeichen und Reliquiaren, wie aus einem Grab in Galicien ein europäisches Wegenetz wurde; vom obersten Stock aus sieht man auf die Türme.
Parque da Alameda
Vom Paseo da Ferradura unter den alten Eukalyptusbäumen fällt der Blick auf die komplette Silhouette der Altstadt — die Postkartenansicht von Santiago.
Abreise ab Santiago de Compostela
Mach daraus deine Reise
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