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Reiseplan · 12 Tage · 47 Orte

12 Tage Namibia

Zwölf Tage im Mietwagen von Windhoek über die roten Dünen von Sossusvlei an die Küste bei Swakopmund und Walvis Bay, weiter durchs Damaraland zu den Wasserlöchern von Etosha. Die letzte Nacht im Okonjima-Reservat liegt bewusst nah am Flughafen.

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12 Tage Namibia

Foto: Hub JACQU · Pexels

Die Route auf der Karte

Der Plan, Tag für Tag

  1. Tag 1Ankunft in Windhoek

    1. Anreise nach Windhoek

    2. Hotel-Check-in

      Klein Windhoek östlich des Zentrums ist das ruhige Gästehausviertel der Stadt: begrünte Straßen, kurze Wege zu den Restaurants und fünf Minuten mit dem Auto in die Innenstadt.

    3. Blick vom Heinitzburg-Hügel über Windhoek

      Von der Terrasse der 1914 erbauten Burg Heinitzburg schaut man über den ganzen Talkessel bis zu den Auas-Bergen, die zum Sonnenuntergang rot anlaufen.

  2. Tag 2Windhoek zwischen Christuskirche und Katutura

    1. Christuskirche

      Die 1910 geweihte Kirche aus Sandstein steht auf der Verkehrsinsel über der Stadt; drinnen erinnern Messingtafeln an die deutschen Gefallenen der Kolonialkriege.

    2. Independence Memorial Museum

      Drei Stockwerke über Widerstand und Befreiungskampf, vom Herero- und Nama-Völkermord bis zur Unabhängigkeit 1990 — der gläserne Aufzug führt zum Panoramarestaurant im obersten Geschoss.

    3. Post Street Mall mit den Gibeon-Meteoriten

      In der Fußgängerzone stehen 33 Bruchstücke des Gibeon-Meteoriten auf Stelen, der größte Fund seiner Art weltweit; daneben verkaufen Händler Halbedelsteine.

    4. Namibia Craft Centre

      In der alten Brauerei an der Tal Street verkaufen rund vierzig Genossenschaften Korbwaren der Ovambo, Straußeneierschmuck der San und Karakulteppiche.

    5. Heldenacker

      Der Ehrenfriedhof am Fuß der Auas-Berge mit Obelisk und Grabmal des unbekannten Soldaten, von der Terrasse blickt man 10 km weit über das Hochland nach Windhoek.

    6. Single Quarters Markt in Katutura

      Der Fleischmarkt im Township ist am späten Nachmittag am lebendigsten: Kapana, dünn geschnittenes Rindfleisch, wird über offener Glut gebraten und mit scharfem Gewürzsalz gegessen.

    7. Abends: Warehouse Theatre in den Old Breweries

      Die Bühne im alten Brauereihof ist seit Jahrzehnten die Adresse für namibische Livemusik, meistens Afro-Jazz oder Kwaito; Karten gibt es an der Abendkasse.

  3. Tag 3Über den Spreetshoogte-Pass nach Sesriem

    1. Weiterreise nach Sesriem

    2. Hotel-Check-in

    3. Sesriem Canyon

      Der Tsauchab hat hier eine 30 m tiefe und teils nur zwei Meter breite Klamm in den Konglomeratfels geschnitten, durch die man auf dem Grund einen Kilometer weit läuft.

    4. Sesriem-Tor: Parkpermit und letzter Tankstopp

      Am Tor zum Namib-Naukluft-Park löst man das Permit für die Dünenstraße und tankt an der Sossus-Oasis-Tankstelle voll — die nächste Zapfsäule steht 80 km weiter in Solitaire.

    5. Elim-Düne

      Die einzelne Düne 5 km hinter dem Tor lässt sich in zwanzig Minuten erklimmen und gibt zum Sonnenuntergang den Blick über die Kieswüste bis zu den Naukluft-Bergen frei.

    6. Abends: Sternenhimmel über Sesriem

      Sesriem liegt am Rand des NamibRand-Dark-Sky-Reservats, eines der lichtärmsten Gebiete der Erde: Die Milchstraße wirft hier tatsächlich einen Schatten.

  4. Tag 4Sossusvlei: Düne 45, Big Daddy und Deadvlei

    1. Düne 45

      Die 80 m hohe Düne am Kilometer 45 der Parkstraße ist die meistfotografierte Namibias; über den Grat steigt man in einer halben Stunde barfuß hinauf.

    2. Sossusvlei-Pfanne

      Am Ende der Teerstraße wechselt man auf den Allrad-Shuttle für die letzten 5 km Tiefsand zur weißen Lehmpfanne, die nur alle paar Jahre Wasser führt.

    3. Big Daddy

      Mit 325 m die höchste besteigbare Düne des Tals; der Aufstieg über den Grat dauert gut eine Stunde, hinunter rennt man in fünf Minuten direkt nach Deadvlei.

    4. Deadvlei

      Auf der rissigen weißen Tonpfanne stehen 900 Jahre alte Kameldornstämme, die zu trocken zum Verrotten sind — schwarz vor der orangen Düne und dem blauen Himmel.

    5. Abends: Wüstenterrasse der Sossusvlei Lodge

      Vom Deck über dem lodgeeigenen Wasserloch sieht man am Abend Oryxantilopen und Springböcke zum Trinken kommen, während hinter ihnen die Naukluft-Berge verglühen.

  5. Tag 5Über den Kuiseb-Pass an die Atlantikküste

    1. Weiterreise nach Swakopmund

    2. Hotel-Check-in

    3. Mole und Strandpromenade

      Die 1899 gebaute Hafenmole versandete schon nach zwei Jahren und ist heute der Stadtstrand; dahinter zieht sich die Promenade an Leuchtturm und Palmen vorbei.

    4. Landungsbrücke

      Die eiserne Jetty von 1912 ersetzte den hölzernen Anleger für die Truppentransporter; heute läuft man 250 m über die Brandung hinaus und schaut Anglern und Robben zu.

    5. Woermannhaus mit Damara-Turm

      Das Kontorhaus der Woermann-Linie von 1905 trägt einen Aussichtsturm, von dem aus früher nach Ochsenwagen und Schiffen Ausschau gehalten wurde — heute sieht man über die Blechdächer bis in die Dünen.

    6. Abends: Tiger Reef Beach Bar

      Die Strandbar an der Mündung des Swakop steht direkt im Sand, mit Feuerkörben und Blick auf die Brandung — der Klassiker für den ersten Küstenabend.

  6. Tag 6Swakopmund: Wüstenleben und Kolonialbauten

    1. Living-Desert-Tour in den Dünen

      Im Dünengürtel südlich der Stadt gräbt der Guide Palmato-Geckos, Zwergpuffottern und den schaufelnasigen Sandtaucher aus dem Sand — Tiere, die man ohne Spurenlesen nie fände.

    2. Kristall Galerie

      Hier steht die größte bekannte Quarzkristallgruppe, 14 Tonnen schwer und aus dem Otjua-Bergwerk geborgen; die Schleiferei nebenan zeigt Turmalin und Aquamarin aus dem Erongo.

    3. Swakopmund Museum

      Das Museum unter dem alten Leuchtturm sammelt Apothekeneinrichtung, Ovambo-Gerät und eine Abteilung zum Uranbergbau in der Rössing-Mine — gegründet vom Zahnarzt Alfons Weber 1951.

    4. Martin-Luther-Dampflokomotive

      Die 1896 importierte Dampflok blieb schon nach wenigen Fahrten liegen und rostet seither am Stadtrand vor sich hin; ihr Spitzname stammt von Luthers Satz Hier stehe ich, ich kann nicht anders.

    5. Abends: Brewer & Butcher im Strand Hotel

      Die Hausbrauerei im Strand Hotel auf der Mole schenkt selbst gebrautes Bier aus und hat als eines der wenigen Lokale bis spät geöffnet, mit Fensterfront zum Atlantik.

  7. Tag 7Walvis Bay: Pelikane, Flamingos und Düne 7

    1. Weiterreise nach Walvis Bay

    2. Hotel-Check-in

    3. Bootsfahrt nach Pelican Point

      Vom Waterfront fährt das Boot zur Landzunge mit dem alten Leuchtturm, wo eine Kolonie von Zehntausenden Robben liegt; unterwegs landen Pelikane an Deck, oft begleiten Delfine.

    4. Lagune von Walvis Bay

      In der flachen Lagune stehen je nach Jahreszeit Zehntausende Zwerg- und Rosaflamingos; von der Esplanade sieht man sie ohne Fernglas fressen und auffliegen.

    5. Düne 7

      Mit 130 m die höchste Düne der Umgebung, direkt an der Straße nach Windhoek gelegen; der Aufstieg im Sand dauert zwanzig zähe Minuten, hinunter läuft man in einer.

    6. Abends: Waterfront von Walvis Bay

      Die Uferpromenade mit ihren Holzstegen über dem Wasser ist abends beleuchtet, unter den Planken schlafen Robben und Pelikane sitzen auf den Pfählen.

  8. Tag 8Damaraland: Felsgravuren von Twyfelfontein

    1. Weiterreise nach Twyfelfontein

    2. Hotel-Check-in

    3. Felsgravuren von Twyfelfontein

      Über 2000 in den roten Sandstein geschlagene Gravuren von Nashorn, Giraffe und Löwenmensch, bis zu 6000 Jahre alt und Namibias erstes Weltkulturerbe; man geht nur mit Führer.

    4. Damara Living Museum

      Ein Freilichtdorf, in dem Damara zeigen, wie Feuer geschlagen, Leder gegerbt und aus Wurzeln Parfüm gemacht wird — die Eintrittsgelder gehen an die Gemeinschaft.

    5. Orgelpfeifen im Twyfelfontein-Tal

      Fünf Meter hohe Doleritsäulen, die beim Abkühlen der Gesteinsschmelze sechseckig zersprangen und wie eine Orgel nebeneinanderstehen; nebenan liegt der Verbrannte Berg.

    6. Abends: Sternenhimmel über dem Aba-Huab-Tal

      Im Trockenflusstal ist kein Fremdlicht in Sicht; auf dem Sundowner-Deck über dem Camp zeigt der Guide das Kreuz des Südens und die Magellanschen Wolken.

  9. Tag 9Durch das Andersson-Tor in den Etosha-Park

    1. Weiterreise nach Okaukuejo

    2. Hotel-Check-in

    3. Wasserloch Ombika

      Die betonierte Quelle 13 km hinter dem Tor ist die verlässlichste Adresse für Zebras und Giraffen am Nachmittag, oft liegt eine Löwin im Schatten der Büsche daneben.

    4. Wasserloch Nebrownii

      Offene Ebene mit künstlicher Quelle, an der sich Elefantenherden abends im Schlamm wälzen — der Sichtkreis ist so weit, dass man sie schon aus zwei Kilometern kommen sieht.

    5. Aussichtsturm von Okaukuejo

      Der weiße Wasserturm von 1963 ist das Wahrzeichen des Camps; von der obersten Plattform überblickt man die Pfannenränder und die Anfahrtswege der Herden.

    6. Abends: Beleuchtetes Wasserloch von Okaukuejo

      Das eingezäunte Wasserloch am Camp wird die ganze Nacht angestrahlt; auf den Steinbänken sitzt man still und sieht Spitzmaulnashörner, oft mehrere gleichzeitig.

  10. Tag 10Quer durch Etosha nach Namutoni

    1. Weiterreise nach Namutoni

    2. Hotel-Check-in

    3. Wasserloch Chudop

      Die starke Quelle nordwestlich des Forts zieht am späten Nachmittag Kudus, Giraffen und Elefanten an; Löwen liegen häufig in der Grasinsel gegenüber.

    4. Twee Palms an der Fischer-Pfanne

      Zwei einzelne Makalani-Palmen am Rand der überschwemmbaren Nebenpfanne — das meistfotografierte Motiv im Osten des Parks, in der Regenzeit stehen Flamingos davor.

    5. Fort Namutoni

      Das weiß getünchte deutsche Fort von 1903 wurde 1904 von 500 Ovambo-Kriegern angegriffen und danach wieder aufgebaut; vom Wehrgang blickt man über die Palmen der Umgebung.

    6. Abends: Wasserloch King Nehale am Camp Namutoni

      Das Camp-Wasserloch liegt an einem Holzsteg hinter dem Fort und wird nachts beleuchtet; hier kommen Elefanten oft erst weit nach Einbruch der Dunkelheit.

  11. Tag 11Vom Etosha-Ostrand ins Okonjima-Reservat

    1. Weiterreise nach Okonjima

    2. Hotel-Check-in

    3. Aussichtsdeck am Wasserloch des Plains Camp

      Vom überdachten Deck sieht man Warzenschweine, Kudus und Perlhühner am Wasser; unter dem Deck führt ein Tunnel zu einem ebenerdigen Fotoversteck.

    4. AfriCat Carnivore Care Centre

      Die Station erklärt, wie Geparden und Leoparden von Farmen freigekauft und wieder ausgewildert werden; in den Gehegen leben nur noch Tiere, die nicht mehr jagen können.

    5. Leopardentracking im Okonjima-Reservat

      Mit Peilantenne und offenem Wagen sucht der Guide die besenderten Leoparden des Reservats — die Chance, einen im Baum oder im Gras liegen zu sehen, ist hier so hoch wie kaum sonst.

    6. Abends: Stachelschwein-Hide des Plains Camp

      Das beleuchtete Versteck wenige Schritte vom Camp zieht nach Einbruch der Dunkelheit Stachelschweine, Honigdachse und Ginsterkatzen an.

  12. Tag 12Letzter Morgen bei Okonjima und Abreise

    1. Buschmann-Pfad im Okonjima-Reservat

      Ein selbst zu gehender Rundweg mit Tafeln, auf dem San erklären, welche Wurzeln Wasser speichern und wie ein Straußeneier-Behälter im Sand vergraben wird.

    2. Abreise ab Windhoek

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