Reiseplan · 12 Tage · 47 Orte
12 Tage Namibia
Zwölf Tage im Mietwagen von Windhoek über die roten Dünen von Sossusvlei an die Küste bei Swakopmund und Walvis Bay, weiter durchs Damaraland zu den Wasserlöchern von Etosha. Die letzte Nacht im Okonjima-Reservat liegt bewusst nah am Flughafen.
In der App öffnenDort passt du den Plan an deine Daten, dein Tempo und deine Interessen an.

Foto: Hub JACQU · Pexels
Die Route auf der Karte
Der Plan, Tag für Tag
Tag 1Ankunft in Windhoek
Anreise nach Windhoek
Hotel-Check-in
Klein Windhoek östlich des Zentrums ist das ruhige Gästehausviertel der Stadt: begrünte Straßen, kurze Wege zu den Restaurants und fünf Minuten mit dem Auto in die Innenstadt.
Blick vom Heinitzburg-Hügel über Windhoek
Von der Terrasse der 1914 erbauten Burg Heinitzburg schaut man über den ganzen Talkessel bis zu den Auas-Bergen, die zum Sonnenuntergang rot anlaufen.
Tag 2Windhoek zwischen Christuskirche und Katutura
Christuskirche
Die 1910 geweihte Kirche aus Sandstein steht auf der Verkehrsinsel über der Stadt; drinnen erinnern Messingtafeln an die deutschen Gefallenen der Kolonialkriege.
Independence Memorial Museum
Drei Stockwerke über Widerstand und Befreiungskampf, vom Herero- und Nama-Völkermord bis zur Unabhängigkeit 1990 — der gläserne Aufzug führt zum Panoramarestaurant im obersten Geschoss.
Post Street Mall mit den Gibeon-Meteoriten
In der Fußgängerzone stehen 33 Bruchstücke des Gibeon-Meteoriten auf Stelen, der größte Fund seiner Art weltweit; daneben verkaufen Händler Halbedelsteine.
Namibia Craft Centre
In der alten Brauerei an der Tal Street verkaufen rund vierzig Genossenschaften Korbwaren der Ovambo, Straußeneierschmuck der San und Karakulteppiche.
Heldenacker
Der Ehrenfriedhof am Fuß der Auas-Berge mit Obelisk und Grabmal des unbekannten Soldaten, von der Terrasse blickt man 10 km weit über das Hochland nach Windhoek.
Single Quarters Markt in Katutura
Der Fleischmarkt im Township ist am späten Nachmittag am lebendigsten: Kapana, dünn geschnittenes Rindfleisch, wird über offener Glut gebraten und mit scharfem Gewürzsalz gegessen.
Abends: Warehouse Theatre in den Old Breweries
Die Bühne im alten Brauereihof ist seit Jahrzehnten die Adresse für namibische Livemusik, meistens Afro-Jazz oder Kwaito; Karten gibt es an der Abendkasse.
Tag 3Über den Spreetshoogte-Pass nach Sesriem
Weiterreise nach Sesriem
Hotel-Check-in
Sesriem Canyon
Der Tsauchab hat hier eine 30 m tiefe und teils nur zwei Meter breite Klamm in den Konglomeratfels geschnitten, durch die man auf dem Grund einen Kilometer weit läuft.
Sesriem-Tor: Parkpermit und letzter Tankstopp
Am Tor zum Namib-Naukluft-Park löst man das Permit für die Dünenstraße und tankt an der Sossus-Oasis-Tankstelle voll — die nächste Zapfsäule steht 80 km weiter in Solitaire.
Elim-Düne
Die einzelne Düne 5 km hinter dem Tor lässt sich in zwanzig Minuten erklimmen und gibt zum Sonnenuntergang den Blick über die Kieswüste bis zu den Naukluft-Bergen frei.
Abends: Sternenhimmel über Sesriem
Sesriem liegt am Rand des NamibRand-Dark-Sky-Reservats, eines der lichtärmsten Gebiete der Erde: Die Milchstraße wirft hier tatsächlich einen Schatten.
Tag 4Sossusvlei: Düne 45, Big Daddy und Deadvlei
Düne 45
Die 80 m hohe Düne am Kilometer 45 der Parkstraße ist die meistfotografierte Namibias; über den Grat steigt man in einer halben Stunde barfuß hinauf.
Sossusvlei-Pfanne
Am Ende der Teerstraße wechselt man auf den Allrad-Shuttle für die letzten 5 km Tiefsand zur weißen Lehmpfanne, die nur alle paar Jahre Wasser führt.
Big Daddy
Mit 325 m die höchste besteigbare Düne des Tals; der Aufstieg über den Grat dauert gut eine Stunde, hinunter rennt man in fünf Minuten direkt nach Deadvlei.
Deadvlei
Auf der rissigen weißen Tonpfanne stehen 900 Jahre alte Kameldornstämme, die zu trocken zum Verrotten sind — schwarz vor der orangen Düne und dem blauen Himmel.
Abends: Wüstenterrasse der Sossusvlei Lodge
Vom Deck über dem lodgeeigenen Wasserloch sieht man am Abend Oryxantilopen und Springböcke zum Trinken kommen, während hinter ihnen die Naukluft-Berge verglühen.
Tag 5Über den Kuiseb-Pass an die Atlantikküste
Weiterreise nach Swakopmund
Hotel-Check-in
Mole und Strandpromenade
Die 1899 gebaute Hafenmole versandete schon nach zwei Jahren und ist heute der Stadtstrand; dahinter zieht sich die Promenade an Leuchtturm und Palmen vorbei.
Landungsbrücke
Die eiserne Jetty von 1912 ersetzte den hölzernen Anleger für die Truppentransporter; heute läuft man 250 m über die Brandung hinaus und schaut Anglern und Robben zu.
Woermannhaus mit Damara-Turm
Das Kontorhaus der Woermann-Linie von 1905 trägt einen Aussichtsturm, von dem aus früher nach Ochsenwagen und Schiffen Ausschau gehalten wurde — heute sieht man über die Blechdächer bis in die Dünen.
Abends: Tiger Reef Beach Bar
Die Strandbar an der Mündung des Swakop steht direkt im Sand, mit Feuerkörben und Blick auf die Brandung — der Klassiker für den ersten Küstenabend.
Tag 6Swakopmund: Wüstenleben und Kolonialbauten
Living-Desert-Tour in den Dünen
Im Dünengürtel südlich der Stadt gräbt der Guide Palmato-Geckos, Zwergpuffottern und den schaufelnasigen Sandtaucher aus dem Sand — Tiere, die man ohne Spurenlesen nie fände.
Kristall Galerie
Hier steht die größte bekannte Quarzkristallgruppe, 14 Tonnen schwer und aus dem Otjua-Bergwerk geborgen; die Schleiferei nebenan zeigt Turmalin und Aquamarin aus dem Erongo.
Swakopmund Museum
Das Museum unter dem alten Leuchtturm sammelt Apothekeneinrichtung, Ovambo-Gerät und eine Abteilung zum Uranbergbau in der Rössing-Mine — gegründet vom Zahnarzt Alfons Weber 1951.
Martin-Luther-Dampflokomotive
Die 1896 importierte Dampflok blieb schon nach wenigen Fahrten liegen und rostet seither am Stadtrand vor sich hin; ihr Spitzname stammt von Luthers Satz Hier stehe ich, ich kann nicht anders.
Abends: Brewer & Butcher im Strand Hotel
Die Hausbrauerei im Strand Hotel auf der Mole schenkt selbst gebrautes Bier aus und hat als eines der wenigen Lokale bis spät geöffnet, mit Fensterfront zum Atlantik.
Tag 7Walvis Bay: Pelikane, Flamingos und Düne 7
Weiterreise nach Walvis Bay
Hotel-Check-in
Bootsfahrt nach Pelican Point
Vom Waterfront fährt das Boot zur Landzunge mit dem alten Leuchtturm, wo eine Kolonie von Zehntausenden Robben liegt; unterwegs landen Pelikane an Deck, oft begleiten Delfine.
Lagune von Walvis Bay
In der flachen Lagune stehen je nach Jahreszeit Zehntausende Zwerg- und Rosaflamingos; von der Esplanade sieht man sie ohne Fernglas fressen und auffliegen.
Düne 7
Mit 130 m die höchste Düne der Umgebung, direkt an der Straße nach Windhoek gelegen; der Aufstieg im Sand dauert zwanzig zähe Minuten, hinunter läuft man in einer.
Abends: Waterfront von Walvis Bay
Die Uferpromenade mit ihren Holzstegen über dem Wasser ist abends beleuchtet, unter den Planken schlafen Robben und Pelikane sitzen auf den Pfählen.
Tag 8Damaraland: Felsgravuren von Twyfelfontein
Weiterreise nach Twyfelfontein
Hotel-Check-in
Felsgravuren von Twyfelfontein
Über 2000 in den roten Sandstein geschlagene Gravuren von Nashorn, Giraffe und Löwenmensch, bis zu 6000 Jahre alt und Namibias erstes Weltkulturerbe; man geht nur mit Führer.
Damara Living Museum
Ein Freilichtdorf, in dem Damara zeigen, wie Feuer geschlagen, Leder gegerbt und aus Wurzeln Parfüm gemacht wird — die Eintrittsgelder gehen an die Gemeinschaft.
Orgelpfeifen im Twyfelfontein-Tal
Fünf Meter hohe Doleritsäulen, die beim Abkühlen der Gesteinsschmelze sechseckig zersprangen und wie eine Orgel nebeneinanderstehen; nebenan liegt der Verbrannte Berg.
Abends: Sternenhimmel über dem Aba-Huab-Tal
Im Trockenflusstal ist kein Fremdlicht in Sicht; auf dem Sundowner-Deck über dem Camp zeigt der Guide das Kreuz des Südens und die Magellanschen Wolken.
Tag 9Durch das Andersson-Tor in den Etosha-Park
Weiterreise nach Okaukuejo
Hotel-Check-in
Wasserloch Ombika
Die betonierte Quelle 13 km hinter dem Tor ist die verlässlichste Adresse für Zebras und Giraffen am Nachmittag, oft liegt eine Löwin im Schatten der Büsche daneben.
Wasserloch Nebrownii
Offene Ebene mit künstlicher Quelle, an der sich Elefantenherden abends im Schlamm wälzen — der Sichtkreis ist so weit, dass man sie schon aus zwei Kilometern kommen sieht.
Aussichtsturm von Okaukuejo
Der weiße Wasserturm von 1963 ist das Wahrzeichen des Camps; von der obersten Plattform überblickt man die Pfannenränder und die Anfahrtswege der Herden.
Abends: Beleuchtetes Wasserloch von Okaukuejo
Das eingezäunte Wasserloch am Camp wird die ganze Nacht angestrahlt; auf den Steinbänken sitzt man still und sieht Spitzmaulnashörner, oft mehrere gleichzeitig.
Tag 10Quer durch Etosha nach Namutoni
Weiterreise nach Namutoni
Hotel-Check-in
Wasserloch Chudop
Die starke Quelle nordwestlich des Forts zieht am späten Nachmittag Kudus, Giraffen und Elefanten an; Löwen liegen häufig in der Grasinsel gegenüber.
Twee Palms an der Fischer-Pfanne
Zwei einzelne Makalani-Palmen am Rand der überschwemmbaren Nebenpfanne — das meistfotografierte Motiv im Osten des Parks, in der Regenzeit stehen Flamingos davor.
Fort Namutoni
Das weiß getünchte deutsche Fort von 1903 wurde 1904 von 500 Ovambo-Kriegern angegriffen und danach wieder aufgebaut; vom Wehrgang blickt man über die Palmen der Umgebung.
Abends: Wasserloch King Nehale am Camp Namutoni
Das Camp-Wasserloch liegt an einem Holzsteg hinter dem Fort und wird nachts beleuchtet; hier kommen Elefanten oft erst weit nach Einbruch der Dunkelheit.
Tag 11Vom Etosha-Ostrand ins Okonjima-Reservat
Weiterreise nach Okonjima
Hotel-Check-in
Aussichtsdeck am Wasserloch des Plains Camp
Vom überdachten Deck sieht man Warzenschweine, Kudus und Perlhühner am Wasser; unter dem Deck führt ein Tunnel zu einem ebenerdigen Fotoversteck.
AfriCat Carnivore Care Centre
Die Station erklärt, wie Geparden und Leoparden von Farmen freigekauft und wieder ausgewildert werden; in den Gehegen leben nur noch Tiere, die nicht mehr jagen können.
Leopardentracking im Okonjima-Reservat
Mit Peilantenne und offenem Wagen sucht der Guide die besenderten Leoparden des Reservats — die Chance, einen im Baum oder im Gras liegen zu sehen, ist hier so hoch wie kaum sonst.
Abends: Stachelschwein-Hide des Plains Camp
Das beleuchtete Versteck wenige Schritte vom Camp zieht nach Einbruch der Dunkelheit Stachelschweine, Honigdachse und Ginsterkatzen an.
Tag 12Letzter Morgen bei Okonjima und Abreise
Buschmann-Pfad im Okonjima-Reservat
Ein selbst zu gehender Rundweg mit Tafeln, auf dem San erklären, welche Wurzeln Wasser speichern und wie ein Straußeneier-Behälter im Sand vergraben wird.
Abreise ab Windhoek
Mach daraus deine Reise
Viatro AI öffnet diesen Plan in der App — mit Karte, Wegzeiten und Öffnungszeiten. Tage, Tempo und Orte änderst du dort selbst.





