Reiseplan · 6 Tage · 27 Orte
6 Tage Seoul
Sechs Tage Seoul: drei der fünf Königspaläste und Bukchon, Gangnam mit Bongeunsa und K-Pop, Hongdae und der Han-Fluss, die Marktgassen um Gwangjang und Dongdaemun — und jeden Abend ein Viertel, das erst nach Sonnenuntergang wach wird.
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Foto: Jaythen Bag-ayan · Pexels
Die Route auf der Karte
Der Plan, Tag für Tag
Tag 1Ankunft und erster Abend in Myeongdong
Anreise nach Seoul
Hotel-Check-in
Myeongdong liegt zwischen Namsan und Stadtmitte: zwei U-Bahn-Linien vor der Tür, abends Garküchen bis Mitternacht auf der Straße.
Myeongdong-Straßenmarkt
Ab dem frühen Abend stehen in den Fußgängergassen Hunderte Garküchenwagen mit Käse-Hummer, Eierbrot und gegrillten Tintenfischspießen.
Tag 2Paläste, Bukchon und Insadong
Gyeongbokgung-Palast
Der größte Joseon-Palast mit Thronhalle Geunjeongjeon und dem auf Pfeilern im Teich stehenden Pavillon Gyeonghoeru; um 10:00 zieht die Wachablösung am Gwanghwamun-Tor auf.
Nationales Volkskundemuseum Koreas
Im Nordosten des Palastgeländes zeigen drei Säle Alltag, Jahreslauf und Lebensstationen der Koreaner vom Reisbau bis zur Trauerfeier.
Bukchon Hanok-Dorf
An den Hanggassen zwischen den beiden Palästen stehen mehrere hundert bewohnte Hanok-Häuser mit geschwungenen Ziegeldächern; Aussicht am besten von der Bukchon-ro 11-gil.
Changdeokgung-Palast mit Geheimem Garten
Der UNESCO-Palast schmiegt sich an den Hang, dahinter liegt der Huwon mit Lotosteich und Lesepavillon, den man nur im geführten Rundgang betritt.
Insadong-Gasse
In der Hauptgasse und den Seitenarmen reihen sich Pinsel- und Papierläden, Antiquariate und Teehäuser, dazwischen das spiralförmige Ssamziegil-Haus.
Abends: Cheonggyecheon-Bachpromenade
Der freigelegte Stadtbach liegt sechs Meter unter dem Verkehr, abends beleuchtet und über Trittsteine zu queren — vom Springbrunnen an der Gwanghwamun-Kreuzung ostwärts.
Tag 3Gangnam: Tempel, K-Pop und Königsgräber
Bongeunsa-Tempel
Zwischen den Bürotürmen liegt eine 1.200 Jahre alte Klosteranlage mit 23 Meter hohem Mireuk-Buddha; morgens hört man die Sutrenrezitation in der Haupthalle.
Starfield-Bibliothek im COEX
Im Untergeschoss des größten Untergrund-Einkaufszentrums Asiens stehen 13 Meter hohe Regalwände mit 50.000 frei zugänglichen Büchern.
K-Pop Square am COEX
Die 80 Meter breite, gekrümmte LED-Wand am Artium-Gebäude zeigt die berühmte Wellen-Illusion und K-Pop-Videos; im Haus saß bis 2020 das SMTOWN-Museum der Agentur von EXO und Girls' Generation.
Garosu-gil in Sinsa
Die Ginkgo-Allee ist Seouls Schaufenster für koreanische Modelabels und Concept Stores, in den Seitengassen (Serosu-gil) sitzen die kleinen Cafés.
Seonjeongneung-Königsgräber
Drei bewaldete Grabhügel des 15. und 16. Jahrhunderts mitten im Bankenviertel, mit steinernen Wächterfiguren und dem hölzernen Opferpavillon davor.
Abends: Apgujeong Rodeo-Straße
Das Ausgehviertel nördlich der Dosan-daero füllt sich nach 20:00 mit Dessertcafés, Pojangmacha-Zelten und dem Hallyu-Star-Sternenweg K-Star Road.
Tag 4Westliches Seoul: Hongdae und der Han
Seodaemun-Gefängnismuseum
In den erhaltenen Backsteinzellen der japanischen Kolonialzeit werden Verhörräume, Hofgänge und die Geschichte der Unabhängigkeitsbewegung gezeigt.
Campus der Ewha-Frauenuniversität
Das ECC von Dominique Perrault schneidet als gläserne Schlucht in den Hang — links und rechts sechs Etagen Uni unter der Erde, oben eine Rasentreppe.
Hongdae-Straßenkunst und Playground
Rund um den kleinen Platz vor der Hongik-Universität treten am Nachmittag Tanzcrews und Straßenmusiker auf, die Nebengassen sind flächendeckend bemalt.
Gyeongui-Linien-Park in Yeonnam-dong
Auf der stillgelegten Bahntrasse zieht sich ein schmaler Grünstreifen durch das Viertel, gesäumt von Röstereien, Buchläden und Picknickdecken.
Hangang-Park Yeouido
Breite Uferwiesen am Nordufer der Flussinsel mit Fahrradverleih, Fähranleger und Blick auf die Bürotürme — im Frühjahr blühen die Kirschbäume der Yunjung-ro.
Abends: Banpo-Brücke mit Mondlicht-Regenbogenbrunnen
Von April bis Oktober speit die Brücke abends auf 570 Metern beleuchtete Wasserfächer in den Han, zu sehen vom Sebitseom-Ufer aus.
Tag 5Märkte, Stadtmauer und Dongdaemun
Gwangjang-Markt
Koreas ältester überdachter Markt: In der Mittelgasse sitzt man an Blechtresen vor Bindaetteok-Mungbohnenpuffern und dem Reisrollen-Klassiker Mayak Gimbap.
Dongdaemun Design Plaza
Zaha Hadids fugenlose Aluminiumwelle beherbergt Ausstellungshallen, dahinter liegen die im Bau freigelegten Fundamente der alten Militärkaserne.
Seoul-Stadtmauer am Naksan
Der Wehrgang von 1396 zieht sich über den Rücken des Hausbergs; von der Mauerkrone sieht man nach Westen bis zum Inwangsan.
Ihwa-Mural-Dorf
Im Hanggewirr unter der Stadtmauer haben Künstler Treppen, Mauern und Stromkästen bemalt — Wohnviertel, also leise gehen.
Dongmyo-Flohmarkt
Rund um den Guan-Yu-Schrein breiten Händler Schallplatten, Militärjacken und Elektronikkram auf Planen aus, dazwischen Gemüsestände.
Abends: Euljiro Nogari-Gasse
In der Gasse hinter der Euljiro-3-ga-Station stellen die alten Bierschänken abends Klapptische auf die Straße, dazu getrockneter Nogari-Seelachs.
Tag 6Letzter Vormittag am Rathausplatz
Deoksugung-Palast
Der kleinste der Paläste mischt Holzhallen mit dem neoklassizistischen Seokjojeon; um 11:00 marschiert die Wachablösung durch das Daehanmun-Tor.
Seoullo 7017
Die zur Gartenpromenade umgebaute Hochstraße führt mit 645 bepflanzten Betonkübeln über die Gleise des Hauptbahnhofs.
Abreise ab Seoul
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