Reiseplan · 12 Tage · 50 Orte
12 Tage China
Zwölf Tage vom Kaiserpalast über die Mauer bei Mutianyu zur Terrakotta-Armee und weiter in die Neonschluchten von Shanghai. Zwischen den drei Städten fahren Schnellzug und Flieger, dazwischen bleibt Zeit für Hutongs, Teehäuser und Nachtgassen.
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Foto: Mike van Schoonderwalt · Pexels
Die Route auf der Karte
Der Plan, Tag für Tag
Tag 1Ankunft in Peking — Qianmen und die alte Handelsgasse
Anreise nach Peking
Hotel-Check-in
Quartier südlich des Tiananmen im Viertel Qianmen, wo graue Hofhäuser, Teeläden und die Metrolinie 2 dicht beieinanderliegen.
Qianmen-Dajie
Die wiederaufgebaute Kaufmannsstraße vor dem Zhengyangmen-Tor, in der abends eine historische Straßenbahn zwischen beleuchteten Ladenfassaden fährt.
Tag 2Kaiserstadt — Tiananmen, Palastmuseum und Seenkette
Tiananmen-Platz
Der 44 Hektar große Platz mit Mao-Mausoleum, Großer Halle des Volkes und dem Torbild am Nordrand; Einlass nur mit Pass und Voranmeldung.
Verbotene Stadt
Der kaiserliche Palast der Ming und Qing mit den drei großen Thronhallen auf der Mittelachse und den Schatzkammern im Osthof.
Jingshan-Park
Der aufgeschüttete Kohlehügel hinter dem Palast; vom Wanchun-Pavillon sieht man die gesamte goldene Dachlandschaft der Verbotenen Stadt.
Beihai-Park
Kaiserlicher Seengarten mit der weißen dagoba auf der Jadeinsel und der glasierten Neun-Drachen-Mauer im Nordteil.
Abends: Houhai-Seeufer
Uferweg am hinteren See mit Weiden, Rikschas und Musikkneipen; von der Yinding-Brücke reicht der Blick bis zum Trommelturm.
Tag 3Große Mauer bei Mutianyu
Große Mauer bei Mutianyu
Der restaurierte Mauerabschnitt mit 22 Wachtürmen über bewaldeten Graten; hinauf mit Seilbahn oder Sessellift, hinunter mit der Sommerrodelbahn.
Mutianyu-Dorf
Das Bauerndorf am Fuß der Mauer mit Kastanienhainen, Obstständen und umgebauten Hofhäusern entlang der Zufahrtsstraße.
Hongluo-Tempel
Buddhistische Klosteranlage am Hongluo-Berg mit über tausend Jahre alten Ginkgobäumen und einem Bambushain, der hier nördlich seiner üblichen Grenze wächst.
Abends: Wangfujing-Einkaufsstraße
Beleuchtete Fußgängerstraße östlich der Verbotenen Stadt mit Kaufhäusern, Buchhaus und der überdachten Snackgasse.
Tag 4Himmelstempel und die Hutongs im Norden
Himmelstempel
Die runde Halle der Ernteopfer auf dreifacher Marmorterrasse, umgeben von einem Zypressenpark, in dem morgens Taiji geübt und Karten gespielt wird.
Hongqiao-Perlenmarkt
Vierstöckiger Markt gegenüber dem Osttor des Himmelstempels mit Süßwasserperlen, Tee und Elektronik — gehandelt wird hier grundsätzlich.
Nanluoguxiang-Hutong
Eine 800 Meter lange Gasse aus der Yuan-Zeit mit sechzehn Quergassen, alten Hoftoren und kleinen Werkstätten abseits der Hauptachse.
Trommelturm und Glockenturm
Das Zeitmesser-Paar der alten Stadt: oben im Trommelturm wird mehrmals täglich auf den Nachbauten der 24 Trommeln getrommelt.
Abends: Gulou-Oststraße
Straßenzug hinter dem Trommelturm mit Plattenläden, Craft-Beer-Bars und Nudelküchen, in denen bis Mitternacht gearbeitet wird.
Tag 5Sommerpalast und das Universitätsviertel Haidian
Sommerpalast
Die kaiserliche Sommerresidenz am Kunming-See mit dem 728 Meter langen bemalten Wandelgang und dem Marmorboot am Westufer.
Yuanmingyuan – Alter Sommerpalast
Der 1860 zerstörte Gartenpalast, von dem heute nur die umgestürzten Barocksäulen des Westtrakts im Parkgelände stehen.
Universität Peking – Weiming-See
Der Campus der Peking-Universität rund um den Namenlosen See mit der als Wasserturm getarnten Boya-Pagode; Zutritt mit Pass und Voranmeldung.
Abends: Wudaokou
Studentenviertel zwischen den Hochschulen mit koreanischen Grillhäusern, Buchläden und Teestuben, das erst nach acht richtig wach wird.
Tag 6Mit dem Schnellzug nach Xi'an — Stadtmauer und Muslimisches Viertel
Weiterreise nach Xi'an
Hotel-Check-in
Xi'an Stadtmauer – Südtor
Die vollständig erhaltene Ming-Stadtmauer, 13,7 Kilometer im Rechteck; am Yongning-Tor kann man Fahrräder für die Runde oben mieten.
Glockenturm von Xi'an
Der hölzerne Turm von 1384 auf der Kreuzung der beiden Hauptachsen, im Obergeschoss hängt die Nachbildung der Jingyun-Glocke.
Muslimisches Viertel – Beiyuanmen
Die Gassen der Hui-Gemeinde nördlich des Trommelturms mit Nussbrot-Bäckern, Lammspießen und geschnittenen Persimonen-Küchlein.
Abends: Trommelturm-Platz
Der beleuchtete Platz zwischen Glocken- und Trommelturm, abends Treffpunkt für Musik und Straßenkalligrafie.
Tag 7Terrakotta-Armee und der Lishan-Berg
Terrakotta-Armee
Die drei Grabungshallen bei Lintong mit den tausenden lebensgroßen Kriegern in Schlachtordnung und den bronzenen Streitwagen in der Ausstellungshalle.
Grabhügel des Qin Shihuang
Der bewaldete, 76 Meter hohe Erdkegel über der bis heute ungeöffneten Grabkammer des ersten Kaisers, anderthalb Kilometer westlich der Gruben.
Huaqing-Palast
Die heißen Quellen am Fuß des Lishan mit den rekonstruierten Tang-Badebecken und dem Ort des Xi'an-Zwischenfalls von 1936.
Lishan-Berg
Mit der Seilbahn hinauf zur Fengbo-Terrasse und den Feuersignaltürmen, von denen der Blick über die gesamte Ebene von Lintong geht.
Abends: Datang Bu Ye Cheng
Die abendlich beleuchtete Fußgängerachse vor der Großen Wildganspagode mit Bronzestandbildern, Straßenbühnen und Springbrunnenschau.
Tag 8Tang-Xi'an — Museen, Pagoden und Speisegassen
Shaanxi-Geschichtsmuseum
Der Überblick über 3000 Jahre Zentralchina: Bronzen der Zhou, Grabfiguren der Tang und die Wandmalereien aus den Fürstengräbern im Sonderraum.
Große Wildganspagode
Der 64 Meter hohe Ziegelturm von 652, in dem der Mönch Xuanzang die aus Indien gebrachten Sutren übersetzen ließ.
Kleine Wildganspagode und Xi'an-Museum
Die schlanke, bei Erdbeben um zwei Stockwerke verkürzte Pagode in einem stillen Park, daneben das Stadtmuseum mit dem Modell der Tang-Hauptstadt.
Yongxingfang – Speisegasse
Nachgebautes Tang-Viertel an der östlichen Stadtmauer, in dem jede Region Shaanxis mit einem eigenen Stand vertreten ist.
Abends: Südtor-Mauerbeleuchtung
Der abendlich angestrahlte Mauerabschnitt am Yongning-Tor mit Wassergraben, Zugbrücke und den roten Laternen der Torbastion.
Tag 9Weiter nach Shanghai — der Bund am ersten Abend
Weiterreise nach Shanghai
Hotel-Check-in
Bund – Uferpromenade
Die erhöhte Promenade am Huangpu mit der geschlossenen Front der Kolonialbauten im Rücken und den Türmen von Pudong gegenüber.
Nanjing-Straße Ost
Die Fußgängerachse vom Bund zum Volksplatz mit alten Kaufhäusern, Neonschriften und der kleinen Sightseeing-Bahn.
Volksplatz-Park
Grünanlage auf der ehemaligen Pferderennbahn, mit Lotusteich, Betonkunst des MoCA und dem sonntäglichen Heiratsmarkt.
Abends: Waibaidu-Brücke und Suzhou-Creek
Die genietete Stahlbrücke von 1907 am Nordende des Bunds, abends blau ausgeleuchtet, mit Blick auf das Broadway Mansions.
Tag 10Altstadt und Pudong — Yu-Garten und Wolkenkratzer
Yu-Garten
Ming-zeitlicher Gelehrtengarten mit Drachenmauern, dem Jadefelsen und dem Zickzacksteg über den Teich vor dem Huxinting-Teehaus.
Altstadt-Basar von Yuyuan
Der Gassenkomplex mit geschwungenen Dächern rund um den Garten, in dem Scherenschnitte, Siegel und Teekannen verkauft werden.
Shanghai Tower – Aussichtsplattform
Mit dem schnellsten Aufzug der Stadt auf 546 Meter in die 118. Etage, von wo aus der Huangpu-Bogen und die Altstadt zugleich liegen.
Binjiang-Uferpromenade Lujiazui
Der Uferweg unter den drei Supertürmen, mit dem alten Signalturm-Blick zurück auf die Kolonialfront des Bunds.
Abends: Xintiandi
Umgebaute Shikumen-Steintorhäuser mit Innenhöfen, Terrassen und Bars; im Gassenblock steht das Haus des ersten KP-Kongresses.
Tag 11Französisches Viertel — Platanen, Villen und Jing'an
Tianzifang
Ein Gassengeviert der einstigen Franzosenkonzession, in dem Handwerkerhöfe zu Ateliers, Kaffeeröstereien und winzigen Läden wurden.
Fuxing-Park
Der 1909 im französischen Stil angelegte Park mit Rosenrondell, wo morgens Tanzgruppen, Kartenrunden und Taiji nebeneinander stattfinden.
Wukang-Straße und Wukang-Gebäude
Der schiffsbugförmige Backsteinbau von László Hudec an der Gabelung, davor die platanenbeschattete Villenstraße mit Gedenktafeln.
Jing'an-Tempel
Die goldgedeckte Tempelanlage zwischen Bürotürmen, mit dem Jadebuddha im Haupthof und dem silbernen Weihrauchbrenner im Innenhof.
Propagandaplakat-Museum
Private Sammlung im Untergeschoss eines Wohnblocks an der Huashan Lu mit über tausend Plakaten von 1949 bis in die achtziger Jahre.
Abends: Anfu-Straße
Kurze Straße mit Weinbars, Buchladen und Bäckereien, in der abends halb Shanghai auf dem Bordstein sitzt.
Tag 12Jadebuddha, M50 und Abreise
Jade-Buddha-Tempel
Aktives Chan-Kloster mit zwei aus Birma gebrachten Jadefiguren, dem sitzenden Buddha im Obergeschoss und einer vegetarischen Klosterküche.
M50 Kunstviertel Moganshan Lu
Ehemalige Textilfabrik am Suzhou-Creek, heute rund vierzig Galerien und Ateliers hinter einer durchgehend besprühten Mauer.
Abreise ab Shanghai
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