Reiseplan · 10 Tage · 51 Orte
10 Tage Japan
Vier Tage Tokio, sechs Tage Kyoto, dazwischen der Shinkansen — je ein Viertel pro Tag, damit du läufst statt fährst, und im April überall Kirschblüte.
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Foto: Nizar F · Pexels
Die Route auf der Karte
Der Plan, Tag für Tag
Tag 1Ankunft in Tokio — erster Abend in Shinjuku
Anreise nach Tokio
Hotel-Check-in
Quartier in Shinjuku, dem Bahnhofsviertel im Westen der Stadt, von dem aus jede Linie in fünfzehn Minuten ins Zentrum fährt.
Hanazono-Schrein
Kleiner Shinto-Schrein zwischen den Hochhäusern, dessen rote Laternenreihe nach Einbruch der Dunkelheit beleuchtet wird.
Tag 2Altes Tokio: Asakusa & Ueno
Kaminarimon
Das Donnertor mit der vier Meter hohen roten Papierlaterne, Eingang zum ältesten Tempelbezirk der Stadt.
Nakamise-dōri
Rund 250 Meter Budenzeile zum Tempel hinauf, mit Reiscrackern, Ningyō-yaki und Fächern.
Sensō-ji
Tokios ältester Tempel von 645, mit Weihrauchkessel im Hof und der fünfstöckigen Pagode daneben.
Sumida-Park
Uferpromenade am Fluss mit Kirschbaumallee und dem Blick auf den Skytree über dem Wasser.
Tokyo Skytree
634 Meter hoher Fernsehturm; von der Plattform auf 350 Metern reicht der Blick bei klarer Luft bis zum Fuji.
Ueno-Park
Weiter Parkbezirk mit Lotusteich, Toshogu-Schrein und im Frühling über tausend blühenden Kirschbäumen.
Abends: Ameya-Yokochō
Marktgasse unter den Bahngleisen, abends voller Stehkneipen zwischen Fisch- und Gewürzständen.
Tag 3Meiji-Schrein, Harajuku & Shibuya
Meiji-Schrein
Schreinanlage in einem eigens gepflanzten Wald aus 100.000 Bäumen, erreichbar durch drei riesige Zypressen-Torii.
Takeshita-dōri
Enge Fußgängerstraße der Teenagermode, mit Crêpe-Ständen und Second-Hand-Läden übereinander gestapelt.
Omotesandō
Breite Zelkovenallee mit Architektur-Flagshipstores von Ando, Herzog & de Meuron und SANAA.
Shibuya-Kreuzung
Die berühmteste Kreuzung der Welt, an der bei jeder Grünphase bis zu 3.000 Menschen diagonal laufen.
Shibuya Sky
Offene Dachterrasse im 47. Stock ohne Glaswand — der beste Blick auf das Lichtermeer zur blauen Stunde.
Abends: Nonbei Yokochō
Die „Trinkergasse“ hinter dem Bahnhof: zwei Reihen winziger Bars aus der Nachkriegszeit.
Tag 4Tsukiji, Ginza & Kaiserpalast
Tsukiji Außenmarkt
Der gebliebene Händlerteil des alten Fischmarkts: Tamagoyaki am Spieß, Seeigel, Messerschmiede.
Hama-rikyū-Garten
Ehemaliger Falkenjagd-Garten der Shogune mit Teehaus auf einer Insel im gezeitenabhängigen Teich.
Chūō-dōri in Ginza
Die Prachtstraße des Viertels, am Wochenendnachmittag autofrei, mit Wako-Uhrturm und Kabuki-Plakaten.
Ostgarten des Kaiserpalasts
Die frei zugängliche Burgfläche von Edo: zyklopische Wehrmauern, Wachhaus und der Sockel des alten Bergfrieds.
Bahnhof Tokio, Marunouchi-Seite
Restaurierte Backsteinfassade von 1914 mit zwei Kuppeln, deren Reliefs die Tierkreiszeichen zeigen.
Abends: Marunouchi Naka-dōri
Beleuchtete Baumallee zwischen den Bürotürmen, abends mit Terrassen und Straßenmusik.
Tag 5Mit dem Shinkansen nach Kyoto — Higashiyama
Weiterreise nach Kyoto
Hotel-Check-in
Kiyomizu-dera
Tempel auf einem Holzgerüst über dem Hang, ohne einen einzigen Nagel gebaut, mit Blick über ganz Kyoto.
Sannenzaka
Gepflasterte Treppengasse mit Holzhäusern, Teeläden und Keramik — die schönsten hundert Meter der Altstadt.
Yasaka-Schrein
Schrein am Ende der Shijō-Straße, dessen Hunderte gestifteter Laternen bei Dämmerung angezündet werden.
Maruyama-Park
Kyotos ältester Park, im April mit der berühmten beleuchteten Trauerkirsche in der Mitte.
Abends: Hanami-kōji in Gion
Die Hauptgasse des Geisha-Viertels mit Machiya-Fassaden, in der man abends Geiko zur Arbeit gehen sieht.
Tag 6Arashiyama: Bambus und Tempelgärten
Bambushain von Arashiyama
Pfad durch mannshoch dichten Bambus, dessen Halme im Wind knarren — vor zehn Uhr fast menschenleer.
Tenryū-ji
Haupttempel des Tenryū-ji-Zweigs der Rinzai-Schule; sein Sōgen-Teichgarten von 1339 ist unverändert erhalten.
Togetsukyō-Brücke
Die „Mondüberquerungsbrücke“ über den Katsura, dahinter die bewaldeten Hänge des Arashi-Bergs.
Ōkōchi-Sansō
Villa und Wandelgarten eines Stummfilmschauspielers, mit Aussichtspunkt über das Becken von Kyoto; Tee inklusive.
Gio-ji
Winziger Moostempel mit strohgedeckter Hütte, dessen Boden ein einziger grüner Teppich ist.
Nonomiya-Schrein
Schrein mit unbehauenem Rinden-Torii, an dem Heian-Prinzessinnen sich vor dem Dienst in Ise reinigten.
Abends: Pontochō
Laternenbeleuchtete Gasse am Kamo-Fluss, kaum zwei Meter breit, voller Lokale mit Flussterrassen.
Tag 7Fushimi Inari und die Südtempel
Fushimi Inari-Taisha
Bergpfad unter zehntausend zinnoberroten Torii, jedes von einem Betrieb gestiftet und auf der Rückseite beschriftet.
Tōfuku-ji
Zen-Kloster mit der Tsūten-Brücke über eine Ahornschlucht und vier modernen Steingärten von Shigemori.
Sanjūsangen-dō
120 Meter lange Holzhalle mit 1.001 vergoldeten Kannon-Figuren in Reih und Glied.
Kyoto National Museum
Sammlung buddhistischer Skulptur, Lack und Keramik im Backsteinbau von 1897 gegenüber dem Tempel.
Abends: Kamo-Ufer bei Sanjō
Die Grasböschung am Fluss, auf der abends in gleichmäßigen Abständen halb Kyoto sitzt.
Tag 8Ginkaku-ji und der Philosophenweg
Ginkaku-ji
Silberner Pavillon ohne Silber, davor ein Sandkegel und ein geharkter Kiesozean, dahinter ein Moosgarten am Hang.
Philosophenweg
Zwei Kilometer Kanalpfad unter Kirschbäumen, benannt nach dem Philosophen Nishida, der hier täglich ging.
Eikan-dō
Tempel des „zurückblickenden Amida“, mit Holzgalerien den Hang hinauf und einem Teich unterhalb.
Nanzen-ji
Zen-Hauptkloster mit gewaltigem Sanmon-Tor und einem römisch anmutenden Backsteinaquädukt im Hof.
Heian-Schrein
Nachbau des Heian-Palastes in kräftigem Rot, dahinter ein Rundgarten mit Trauerkirschen und Trittsteinen im Teich.
Abends: Shijō-Kawaramachi
Kyotos hellstes Straßenkreuz mit Kaufhäusern, Arkaden und Izakaya in den Seitengassen.
Tag 9Goldener Pavillon und Zen-Gärten
Kinkaku-ji
Der blattvergoldete Pavillon, der sich in seinem Teich spiegelt — am frühen Morgen ohne Gegenlicht.
Ryōan-ji
Der berühmteste Steingarten Japans: fünfzehn Felsen im Kies, von denen nie alle zugleich sichtbar sind.
Ninna-ji
Weitläufige Tempelanlage mit fünfstöckiger Pagode und spätblühenden, ungewöhnlich niedrigen Omuro-Kirschen.
Nijō-jō
Shogunburg mit „Nachtigallenböden“, die bei jedem Schritt piepsen, und goldgrundigen Wandbildern der Kanō-Schule.
Nishiki-Markt
Vierhundert Meter überdachte Marktgasse, „Kyotos Küche“: Tsukemono, Yuba, gegrillter Aal am Spieß.
Abends: Kiyamachi-Straße
Straße entlang dem schmalen Takase-Kanal, abends die dichteste Reihe Bars und Weidenbäume der Stadt.
Tag 10Letzter Vormittag und Abreise
Tō-ji
Die höchste Holzpagode Japans mit 55 Metern, daneben eine Halle voller Mandala-Statuen aus dem 9. Jahrhundert.
Skyway im Bahnhof Kyoto
Gläserner Steg 45 Meter über der Bahnhofshalle, mit Blick über die Dächer bis zu den Ostbergen.
Abreise ab Kyoto
Mach daraus deine Reise
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