Reiseplan · 12 Tage · 54 Orte
12 Tage Rajasthan
Zwölf Tage durch die drei Farbstädte Rajasthans: erst die rosa Basare und Bergforts von Jaipur, dann das blaue Häusermeer unter Mehrangarh, zuletzt die Seenpaläste von Udaipur. Die Etappen liegen so, dass jeder Ortswechsel am Vormittag passiert und der Nachmittag schon dem neuen Ort gehört.
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Foto: Abhishek Shekhawat · Pexels
Die Route auf der Karte
Der Plan, Tag für Tag
Tag 1Ankunft in der rosa Stadt
Anreise nach Jaipur
Hotel-Check-in
Das Quartier liegt an der MI Road zwischen Neustadt und Stadtmauer, von wo man in einer Viertelstunde zu Fuß im rosa Altstadtviereck steht.
Bapu Bazar
Unter den rosa Arkaden der Altstadtachse verkaufen Händler bedruckte Baumwolle, bestickte Juttis und Lackarmreifen bis in den späten Abend.
Tag 2Altstadtviereck und Stadtpalast
Hawa Mahal
Die fünfgeschossige Schaufassade mit ihren 953 Fensternischen lässt sich von innen begehen — die Rampen führen hinauf zu den Gucklöchern über der Basarstraße.
Stadtpalast von Jaipur
Im bewohnten Palast der Maharajas stehen das Chandra Mahal, die vier bemalten Jahreszeitentore des Pritam Niwas Chowk und zwei silberne Riesenkrüge aus dem Guinness-Buch.
Jantar Mantar
Die begehbaren Steininstrumente Jai Singhs II. messen bis heute die Zeit auf zwei Sekunden genau, darunter die 27 Meter hohe Sonnenuhr Samrat Yantra.
Albert Hall Museum
Das indo-sarazenische Museum im Ram Niwas Garden zeigt Rajasthani-Miniaturen, Teppiche aus Persien und eine ägyptische Mumie im Untergeschoss.
Johari Bazar
Die Juwelierstraße der Altstadt ist das Zentrum für Kundan- und Meenakari-Arbeiten; in den Seitengassen sitzen die Schleifer über ihren Steinen.
Abends: Patrika Gate
Das achtbogige Tor am Jawahar Circle ist innen komplett in Freskenfarben bemalt und wird nach Einbruch der Dunkelheit angestrahlt.
Tag 3Amber und die Forts über der Stadt
Amber Fort
Die Festung über dem Maota-See vereint Spiegelsaal, Sattelplatz und den Sila-Devi-Tempel; die Aufstiegsrampe beginnt am Sonnentor Suraj Pol.
Panna Meena ka Kund
Der achteckige Stufenbrunnen aus dem 16. Jahrhundert führt über symmetrisch gegenläufige Treppen hinunter zum Wasserspiegel.
Anokhi Museum für Handblockdruck
In einer restaurierten Haveli in Amer zeigen Drucker und Schnitzer live, wie Holzmodel geschnitten und Stoffbahnen von Hand bedruckt werden.
Jaigarh Fort
Die Wehrfestung über Amber trägt die Jaivana, mit sechs Metern Rohrlänge eine der größten fahrbaren Kanonen der Welt, und einen begehbaren Wassertank.
Nahargarh Fort
Vom Kamm der Aravalli-Hügel fällt der Blick über das ganze Schachbrett der Altstadt; im Madhavendra Bhawan liegen neun spiegelgleiche Wohnungen der Königinnen.
Abends: Jal Mahal am Man Sagar
Der halb im Man-Sagar-See versunkene Wasserpalast wird abends angestrahlt; von der Uferpromenade sieht man die fünf Stockwerke, von denen vier unter Wasser liegen.
Tag 4Gärten, Ghats und der Süden Jaipurs
Galtaji
Die Tempelanlage in einer Felsschlucht östlich der Stadt sammelt Quellwasser in sieben Becken, an denen sich morgens Pilger und Rhesusaffen drängen.
Sisodia Rani ka Bagh
Der terrassierte Lustgarten einer Maharani aus Udaipur staffelt Wasserläufe und Pavillons den Hang hinauf, die Wände sind mit Krishna-Szenen bemalt.
Jawahar Kala Kendra
Charles Correas Kunstzentrum ist nach dem neunfeldrigen Vastu-Mandala gebaut; um die neun Höfe liegen Galerien, ein Amphitheater und eine Bibliothek.
Birla Mandir
Der weiße Marmortempel am Fuß des Moti-Dungri-Hügels zeigt Lakshmi und Narayana; die Buntglasfenster erzählen Szenen aus den hinduistischen Epen.
Central Park Jaipur
Der große Stadtpark am Rambagh-Kreisel hat einen Rundweg unter alten Bäumen und einen der höchsten Fahnenmasten Indiens.
Abends: Bar Palladio
Die blau ausgemalte Bar im Garten des Narain Niwas Palace serviert Cocktails unter Zeltbögen im venezianisch-mogulischen Stil.
Tag 5Weiterreise in die blaue Stadt
Weiterreise nach Jodhpur
Hotel-Check-in
Toorji ka Jhalra
Der 1740 gestiftete Stufenbrunnen aus rotem Sandstein liegt tief eingeschnitten in der Altstadt und ist heute von Cafés und Werkstätten umstellt.
Sardar Market am Ghanta Ghar
Rund um den viktorianischen Uhrturm handeln Stände mit Gewürzen, Chilis, Textilien und Messingwaren; die Gassen dahinter führen in die Färberviertel.
Blaue Gassen von Navchokiya
Im Westen der Altstadt sind ganze Häuserzeilen indigoblau gekalkt; die schmalen Treppengassen enden immer wieder an Blicken hinauf zur Festung.
Abends: Stepwell Square
Der beleuchtete Platz am Stufenbrunnen ist Jodhpurs abendlicher Treffpunkt, mit Terrassen über dem Wasser und Blick auf die angestrahlte Festungsflanke.
Tag 6Mehrangarh über dem blauen Meer
Mehrangarh Fort
Die 125 Meter über der Stadt aufragende Festung bewahrt Sänften, Elefantenhowdahs und den Spiegelsaal Sheesh Mahal; an einem Tor stehen die Handabdrücke der Sati-Witwen.
Jaswant Thada
Das Kenotaph aus hauchdünnem weißem Marmor für Maharaja Jaswant Singh II. steht über einem kleinen See und schimmert bei Sonne von innen bernsteinfarben.
Rao Jodha Desert Rock Park
Der renaturierte Felspark unterhalb der Festung zeigt auf markierten Pfaden die Wüstenflora der Thar zwischen alten Steinbrüchen und Wasserkanälen.
Mandore Gardens
Die alte Hauptstadt der Marwar-Herrscher liegt heute als Park unter alten Bäumen, mit tempelartigen Kenotaphen und der Halle der Helden im Felsen.
Abends: Umaid Bhawan bei Nacht
Der Art-déco-Palast auf dem Chittar-Hügel wird abends angestrahlt und ist von der Auffahrt aus als einzige Silhouette über der Stadt zu sehen.
Tag 7Palast, Museen und Seen am Wüstenrand
Umaid Bhawan Palace Museum
Im Museumsflügel des noch bewohnten Palasts stehen Uhren, Wappen und die Oldtimer der Maharajas, dazu Baupläne des 1943 vollendeten Sandsteinbaus.
Sardar Government Museum
Das koloniale Museum im Umaid-Garten sammelt Waffen, Textilien und Skulpturen der Marwar-Region in Vitrinen, die selbst schon historisch sind.
Machia Safari Park
Im Wüstenpark am Stadtrand leben Blauböcke, Chinkaras und Wüstenfüchse; ein Aussichtsturm überblickt die Felsplateaus bis zur Festung.
Kaylana Lake
Der von Pratap Singh angelegte Stausee westlich der Stadt liegt zwischen roten Felsrücken — der klassische Platz für den Sonnenuntergang über Jodhpur.
Abends: Uhrturmbasar bei Nacht
Nach Einbruch der Dunkelheit brennen die Lampen der Gewürz- und Lassi-Stände rund um den Ghanta Ghar, und die Festung liegt beleuchtet darüber.
Tag 8Weiterreise an den Pichola-See
Weiterreise nach Udaipur
Hotel-Check-in
Jagdish-Tempel
Der 1651 geweihte Vishnu-Tempel steht auf einem hohen Sockel über der Altstadt; die Außenwände sind in drei Bändern mit Tänzerinnen und Elefanten besetzt.
Gangaur Ghat
Die breite Treppenanlage am Pichola-See ist Wasch- und Versammlungsplatz zugleich; von hier legen die kleinen Boote zur Palastinsel ab.
Bagore ki Haveli
Die Haveli eines Mewar-Premierministers zeigt in 138 Räumen Schmuck, Turbane und Alltagsgerät, dazu die größte Turbansammlung Rajasthans.
Abends: Dharohar-Tanzabend
Im Innenhof der Haveli zeigen Tänzerinnen abends Ghoomar, Bhavai mit gestapelten Krügen auf dem Kopf und das Puppenspiel Kathputli.
Tag 9Stadtpalast und die Inseln im Pichola
Stadtpalast von Udaipur
Der größte Palastkomplex Rajasthans wächst über 400 Jahre am Seeufer zusammen; innen führen enge Treppen zu Spiegelhöfen, Pfauenmosaiken und Dachterrassen.
Kristallgalerie im Fateh Prakash Palace
Die 1877 bei Osler in Birmingham bestellte und nie ausgepackte Kristallsammlung umfasst Betten, Stühle und einen Springbrunnen aus geschliffenem Glas.
Jagmandir-Insel
Der Inselpalast im Pichola-See mit seinen acht Marmorelefanten war Zuflucht des Mogulprinzen Khurram und gilt als Vorbild für den Taj Mahal.
Doodh Talai und Karni-Mata-Seilbahn
Von der kleinen Gondel über dem Milchsee geht es auf den Machhla-Magra-Hügel, wo der Blick den ganzen Pichola mit Lake Palace und Stadtpalast fasst.
Abends: Lal Ghat
Die Uferzeile nördlich des Jagdish-Tempels ist abends von Dachterrassen gesäumt, die auf den beleuchteten Lake Palace hinausschauen.
Tag 10Gärten, Handwerk und der Monsunpalast
Saheliyon ki Bari
Der Garten der Hofdamen aus dem 18. Jahrhundert lebt von Lotusteichen, Marmorelefanten und Springbrunnen, die allein durch Gefälle aus dem Fateh Sagar gespeist werden.
Fateh Sagar Lake
Der künstliche See im Norden hat eine Uferpromenade mit Bootsanleger zur Nehru-Insel und im Rücken die Kette der Aravalli-Hügel.
Shilpgram
Das Handwerkerdorf westlich der Stadt zeigt originalgetreue Lehmhäuser aus Rajasthan, Gujarat, Goa und Maharashtra samt Töpfern und Webern bei der Arbeit.
Monsunpalast Sajjangarh
Der weiße Palast auf dem Bansdara-Kamm wurde zur Wolkenbeobachtung gebaut; von der Terrasse sieht man alle vier Seen Udaipurs auf einmal.
Abends: Sukhadia Circle
Der Marmorbrunnen am Nordufer des Fateh Sagar ist abends beleuchtet, ringsum stehen Eis- und Chaat-Wagen und die Boote liegen still am Ufer.
Tag 11Mewar-Erbe zwischen Kenotaphen und Basar
Ahar-Kenotaphe
Auf dem alten Verbrennungsplatz der Mewar-Herrscher stehen rund 250 Chhatris in Reihen, dazu ein kleines Museum mit Funden der Ahar-Kultur.
Vintage and Classic Car Collection
In den früheren Palastgaragen stehen Rolls-Royce und Cadillacs, darunter der Phantom II von 1934, den im Bond-Film Octopussy der Schurke Kamal Khan fährt.
Hathi Pol Basar
Am Elefantentor der alten Stadtmauer reihen sich Läden für Miniaturmalerei, Silberschmuck und bestickte Wandbehänge in Pichwai-Technik.
Badi Lake
Der von Maharana Raj Singh angelegte Stausee liegt zwölf Kilometer außerhalb zwischen bewaldeten Hügeln, mit Steintreppen bis ans Wasser.
Abends: Chetak Circle
Der Kreisel mit dem Denkmal für Maharana Prataps Pferd Chetak ist von Udaipurs abendlicher Einkaufsstraße umgeben, die bis gegen zehn geöffnet hat.
Tag 12Letzter Vormittag und Abreise
Sajjan Niwas Garden
Der Gulab Bagh ist Udaipurs größter Park mit Rosengarten, alter Bibliothek und einer Schmalspurbahn, die morgens ihre Runden dreht.
Bharatiya Lok Kala Mandal
Das Volkskundemuseum bewahrt Stabpuppen, Masken und Trommeln Rajasthans und zeigt täglich eine kurze Kathputli-Vorführung.
Abreise ab Udaipur
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