Reiseplan · 4 Tage · 16 Orte
4 Tage Marrakesch
Vier Tage Marrakesch zu Fuß: die Medina mit Souks und Medersa, die Paläste im Süden, die Gärten von Majorelle bis Gueliz — und jeden Abend eine Dachterrasse über dem Lärm der Stadt.
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Foto: Domenico Bertazzo · Pexels
Die Route auf der Karte
Der Plan, Tag für Tag
Tag 1Ankommen in der Medina
Anreise nach Marrakesch
Hotel-Check-in
Das Riad liegt in der Medina zwischen Jemaa el-Fna und dem Souk Semmarine, wo die Gassen zu eng für Autos sind und es abends nach Holzkohle und Minze riecht.
Jemaa el-Fna
Auf dem großen Platz bauen am späten Nachmittag die Garküchen ihre Stände auf, während Schlangenbeschwörer, Trommler und Orangensaftkarren um die Aufmerksamkeit der Ankommenden konkurrieren.
Abends: Gauklerplatz Jemaa el-Fna bei Nacht
Nach Sonnenuntergang steht der Platz im Rauch der Grills, und von den Cafés am Rand sieht man das Gewimmel von oben.
Tag 2Souks & alte Medina
Koutoubia-Moschee
Das 77 Meter hohe Minarett aus dem 12. Jahrhundert ist das Vorbild der Giralda in Sevilla; hinein darf man nicht, aber der Rosengarten dahinter gehört morgens den Störchen und Spaziergängern.
Souk Semmarine
Die überdachte Hauptgasse der Souks führt vom Platz nordwärts an Stoffen, Babouches und Lampen vorbei, ehe sie sich in die Gassen der Färber und Schmiede aufteilt.
Medersa Ben Youssef
Die restaurierte Koranschule aus dem 16. Jahrhundert zeigt um ihren Marmorhof Zedernholzschnitzerei, Stuck und Zellij-Mosaik — oben liegen die winzigen Zellen der einstigen Studenten.
Rahba Kedima – Platz der Gewürze
Auf dem kleinen Platz stapeln Händler Gewürzkegel, getrocknete Rosen und Kräuter für die traditionelle Apotheke, ringsum sitzen Korbflechter unter Sonnensegeln.
Maison de la Photographie
Ein Riad voller historischer Aufnahmen Marokkos von 1870 bis 1950, mit einer Dachterrasse über die Ziegeldächer bis zum Atlas.
Abends: Souk-Gassen bei Laternenlicht
Wenn die Tagesbesucher weg sind, brennen in den Gassen um Sidi Abdelaziz nur noch die Lampen der Metallhandwerker, und man kommt ohne Gedränge durch.
Tag 3Paläste, Gräber & Majorelle
Bahia-Palast
Der Wesirspalast aus dem 19. Jahrhundert reiht Höfe mit Orangenbäumen, bemalte Zedernholzdecken und den Harembereich aneinander — früh am Morgen hat man die Innenhöfe fast für sich.
Saadier-Gräber
Die 1917 wiederentdeckte Nekropole der Saadier-Dynastie birgt die Halle der zwölf Säulen aus italienischem Marmor über dem Grab von Ahmad al-Mansur.
El-Badi-Palast
Von der einst mit Gold verkleideten Prunkanlage stehen nur noch rote Mauern um ein leeres Wasserbecken, auf deren Zinnen Störche nisten; von der Terrasse geht der Blick über die Kasbah.
Jardin Majorelle
Der Garten des Malers Jacques Majorelle mit seinem kobaltblauen Atelier, Bambus, Kakteen und Wasserbecken wurde von Yves Saint Laurent gerettet und ist heute der meistbesuchte Ort der Stadt.
Musée Yves Saint Laurent
Der Terrakotta-Bau gleich neben dem Garten zeigt in abgedunkelten Sälen Entwürfe, Skizzen und Stoffe aus vierzig Jahren Couture.
Abends: Boulevard Mohammed V in Gueliz
Die Neustadt lebt abends auf der Straße: Eisdielen, Buchläden und Terrassencafés, an denen Marrakschis und nicht Reisegruppen sitzen.
Tag 4Verborgene Höfe & Abschied
Le Jardin Secret
Hinter einer unscheinbaren Tür in der Rue Mouassine liegt ein wiederhergestellter Riad-Garten mit islamischem Wasserlauf und einem Turm, von dem aus man über die ganze Medina sieht.
Dar Si Said
Das Palais des Bruders des Bahia-Bauherrn beherbergt heute das Nationalmuseum für Weberei und Teppiche, mit Berberteppichen aus dem Hohen Atlas in einem Saal mit gemalter Kuppel.
Abreise ab Marrakesch
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