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Reiseplan · 9 Tage · 35 Orte

9 Tage Marokko

Neun Tage von den Souks Marrakeschs über die Berberdörfer des Hohen Atlas und die Kasbahs des Südens bis zu einer Nacht in den Dünen des Erg Chebbi.

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9 Tage Marokko

Foto: Cornelis Johannes (Kees) van Leeuwen · Pexels

Die Route auf der Karte

Der Plan, Tag für Tag

  1. Tag 1Ankunft in der roten Stadt

    1. Anreise nach Marrakesch

    2. Hotel-Check-in

      Das Riad liegt in der Medina zwischen Rahba Kedima und Jemaa el-Fna, wo die Gassen zu eng für Autos sind und das Gepäck den letzten Teil per Karren kommt.

    3. Koutoubia-Moschee und ihr Garten

      Das 77 Meter hohe Minarett aus dem 12. Jahrhundert steht am Rand der Medina; Nichtmuslime bleiben draußen und gehen durch den Rosengarten mit den Grundmauern der älteren Vorgängermoschee.

    4. Abends: Jemaa el-Fna

      Nach Sonnenuntergang füllt sich der Platz mit Garküchen, Gnawa-Trommlern und Geschichtenerzählern — am ruhigsten sieht man das von einer der Cafédachterrassen an der Nordseite.

  2. Tag 2Paläste, Gräber und Souks

    1. Bahia-Palast

      Der Wesirspalast aus dem 19. Jahrhundert reiht 150 Räume um bemalte Zedernholzdecken und einen Marmorhof; früh am Morgen steht man dort fast allein.

    2. El-Badi-Palast

      Von der Prunkanlage des Saadiers Ahmad al-Mansur sind rote Mauern, versunkene Orangengärten und Storchennester geblieben; von der Terrasse sieht man über die Kasbah bis zum Atlas.

    3. Saadier-Gräber

      Die Grabkammern wurden 1917 wiederentdeckt; im Saal der zwölf Säulen liegt Ahmad al-Mansur unter Stuck, Carrara-Marmor und Zedernholz.

    4. Ben-Youssef-Medersa

      Die größte Koranschule Marokkos, 2022 restauriert: Zellij-Mosaik, geschnitzter Stuck und die winzigen Studentenzellen im Obergeschoss um den stillen Innenhof.

    5. Maison de la Photographie

      Drei Etagen historischer Marokko-Fotografien von 1870 bis 1950 in einem alten Fondouk, oben eine Dachterrasse mit Blick über die Medinadächer.

    6. Souk Semmarine und Rahba Kedima

      Vom überdachten Hauptsouk zweigen die Gassen der Handwerker ab — Färber, Kupferschmiede, Korbflechter — und enden auf dem Gewürz- und Kräuterplatz Rahba Kedima.

    7. Abends: Place des Ferblantiers

      Der Platz der Blechschmiede liegt neben dem Mellah; abends brennen die durchbrochenen Laternen in den Werkstätten und die Terrassen ringsum füllen sich.

  3. Tag 3Hoher Atlas: Imlil und die Berberdörfer

    1. Weiterreise nach Imlil

    2. Hotel-Check-in

    3. Dorfrundgang in Imlil

      Das Bergsteigerdorf am Fuß des Toubkal lebt von Maultieren, Walnüssen und Trekking; im Ort sitzen die Muleteers am Parkplatz und die Terrassenfelder ziehen sich bis an die Häuser.

    4. Wanderung nach Aroumd

      Eine gute halbe Stunde bergauf über den Bach liegt das Lehmdorf Aroumd auf einer alten Moräne, mit Blick in das Kar unter dem 4.167 Meter hohen Toubkal.

    5. Tizi n'Tamatert

      Der Passweg auf 2.279 Meter östlich von Imlil öffnet den Blick über das ganze Mizane-Tal; oben stehen ein paar Teestände der Hirten.

    6. Abends: Sternenhimmel über Imlil

      Ohne Straßenbeleuchtung im Tal steht die Milchstraße über den Gipfeln; von der Terrasse hört man nur das Wasser des Baches und die Maultierglocken.

  4. Tag 4Über den Tichka zum Ksar von Aït-Ben-Haddou

    1. Weiterreise nach Aït-Ben-Haddou

    2. Hotel-Check-in

    3. Ksar von Aït-Ben-Haddou

      Das UNESCO-Welterbe aus Stampflehm klettert am Hang über dem Ounila-Fluss; man geht über die Furt hinein und durch die Gassen zwischen bewohnten und verfallenen Häusern hinauf.

    4. Speicherburg über dem Ksar

      Ganz oben steht der gemeinschaftliche Kornspeicher (Agadir); von seiner Plattform überblickt man das Tal, die Palmen und die Filmkulissen unten am Fluss.

    5. Kasbah Tamdaght

      Vier Kilometer flussaufwärts steht die halb verfallene Glaoui-Kasbah mit Storchennestern auf den Türmen; hier drehte Hollywood unter anderem „Gladiator“.

    6. Abends: Blick auf den beleuchteten Ksar

      Vom Neudorf auf der anderen Flussseite leuchtet der Ksar nach Einbruch der Dunkelheit warm aus dem Hang — der beste Platz dafür sind die Terrassen an der Uferstraße.

  5. Tag 5Todra-Schlucht und die Palmerie von Tinghir

    1. Weiterreise nach Tinghir

    2. Hotel-Check-in

    3. Todra-Schlucht

      Auf dem letzten Stück verengt sich die Klamm auf zehn Meter Breite zwischen bis zu 160 Meter hohen Kalkwänden; im Sommer klettern Seilschaften an den Nordwänden.

    4. Palmengarten von Tinghir

      Unter 30.000 Dattelpalmen laufen die alten Bewässerungskanäle (Seguias) zwischen Gerste-, Luzerne- und Gemüseparzellen der Familien aus dem Ort.

    5. Alter Ksar und Glaoui-Kasbah von Tinghir

      Über der Oase steht die zerfallende Kasbah des Pascha el-Glaoui; von der Mauerkante sieht man das ganze grüne Band der Palmerie im braunen Tal.

    6. Abends: Dachterrasse über der Palmerie

      Nach dem Essen wird auf den Dächern Minztee getrunken, während unten in der Oase die Frösche anfangen und die Hitze aus den Lehmmauern weicht.

  6. Tag 6Ankunft am Erg Chebbi

    1. Weiterreise nach Merzouga

    2. Hotel-Check-in

    3. Dorf Merzouga

      Das Wüstendorf am Dünenrand besteht aus zwei Straßen mit Teppichläden, Werkstätten und Auberges; von hier starten alle Touren in den Erg.

    4. Khamlia — Gnawa-Musik der Nachfahren

      Im Dorf südlich von Merzouga leben Nachfahren westafrikanischer Sklaven; die Gruppen spielen dort nachmittags Gnawa mit Krakebs und Guembri in ihrem eigenen Haus.

    5. Kamelritt in den Erg Chebbi

      Auf der Karawane geht es 1,5 Stunden über die Dünenkämme, die hier bis 150 Meter hoch werden, hinein zum Camp — der Sand färbt sich zum Abend rot.

    6. Abends: Sternenhimmel über dem Erg Chebbi

      Im Camp wird nach dem Essen Trommel gespielt und danach ist es so dunkel, dass man die Milchstraße bis zum Horizont verfolgen kann.

  7. Tag 7Ein Tag in der Sahara

    1. Bei einer Nomadenfamilie am Dünenrand

      Ein paar Familien leben noch in Zelten aus Ziegenhaar am Rand des Erg; man wird zu Brot und Tee gebeten und sieht, wie das Wasser aus dem Brunnen geholt wird.

    2. Trockensee Dayet Srji

      Nach Regen steht westlich von Merzouga ein flacher Salzsee, auf dem im Frühjahr Flamingos rasten; sonst ist es eine weiße, rissige Fläche vor den Dünen.

    3. Oase Hassi Labied

      Das Nachbardorf von Merzouga hat eine Palmerie mit Khettara-Brunnen, aus denen die Gärten seit Jahrhunderten bewässert werden.

    4. Sonnenuntergang auf der großen Düne

      Der Aufstieg auf den höchsten Kamm des Erg dauert eine knappe halbe Stunde im weichen Sand; oben liegt die Wüste bis zur algerischen Grenze im Gegenlicht.

    5. Abends: Trommeln am Lagerfeuer

      Vor dem Camp brennt ein Feuer im Sand, die Führer spielen Tbal und Bendir, und wer will, geht danach barfuß noch einmal auf die nächste Düne.

  8. Tag 8Ouarzazate: Kasbahs und Filmstudios

    1. Weiterreise nach Ouarzazate

    2. Hotel-Check-in

    3. Atlas Studios

      Auf dem Gelände am Ortsrand stehen Kulissen aus „Kundun“, „Kingdom of Heaven“ und „Gladiator“ — ägyptische Tempel und römische Arenen aus Gips und Sperrholz.

    4. Kasbah Taourirt

      Die Lehmburg der Glaoui war einmal ein ganzes Viertel mit Dutzenden Familien; heute begeht man den restaurierten Wohntrakt mit bemalten Decken und Frauenzimmern.

    5. Kasbah Tifoultoute

      Acht Kilometer westlich steht die Kasbah über dem Ouarzazate-Fluss; von der Dachterrasse geht der Blick auf die Palmerie, wenn die Sonne tief steht.

    6. Abends: Place Al Mouahidine

      Der zentrale Platz von Ouarzazate ist abends der Treffpunkt der Stadt: Eisdielen, Grillstände und Familien, die zwischen den Arkaden auf und ab gehen.

  9. Tag 9Oase Fint und Rückweg nach Marrakesch

    1. Oase Fint

      Fünfzehn Kilometer südlich von Ouarzazate liegt hinter einer Steinwüste plötzlich ein grüner Palmenstreifen mit vier Lehmdörfern am Fluss — ein Vormittag zum Auslaufen.

    2. Rückreise nach Marrakesch

    3. Abreise ab Marrakesch

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