Reiseplan · 8 Tage · 34 Orte
8 Tage Azoren
Acht Tage auf São Miguel: die Kraterseen von Sete Cidades und der Lagoa do Fogo, dampfende Caldeiras und Thermalbecken in Furnas, ein Vormittag draußen bei den Walen und dazwischen Teeplantagen, Fischerhäfen und Ponta Delgadas Altstadt.
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Foto: Regimantas Danys · Pexels
Die Route auf der Karte
Der Plan, Tag für Tag
Tag 1Ankommen in Ponta Delgada
Anreise nach Ponta Delgada
Hotel-Check-in
Quartier in der Altstadt zwischen Praça 5 de Outubro und Rua de Lisboa, von wo Hafenpromenade, Markt und Restaurants alle zu Fuß erreichbar sind.
Portas da Cidade und Praça Gonçalo Velho
Die drei Basalt-Torbögen von 1783 standen einst direkt am Kai und markieren heute den Eingang zur Altstadt mit ihrem schwarz-weißen Mosaikpflaster.
Abends: Portas do Mar und die Marina
Die Uferpromenade vor dem Kreuzfahrtterminal ist abends beleuchtet, an den Bars der Marina sitzt man mit Blick auf die Boote und die Lichter der Stadt.
Tag 2Sete Cidades und der wilde Westen
Miradouro da Vista do Rei
Vom Kraterrand sieht man den grünen und den blauen See der Lagoa das Sete Cidades nebeneinander liegen, dahinter das verlassene Hotel Monte Palace.
Miradouro da Boca do Inferno
Ein kurzer Fußweg über den Kamm führt zu der Kante, von der aus man die kleinen Kraterseen Santiago und Rasa gemeinsam mit dem großen Doppelsee überblickt.
Sete Cidades und die Ponte da Dona Amélia
Das Dorf im Kraterboden mit der neugotischen Kirche São Nicolau, dahinter die Brücke, die den blauen vom grünen See trennt.
Mosteiros und die Naturbecken am Meer
Vier Felsnadeln liegen dem schwarzen Strand vorgelagert; bei Ebbe kann man in den Lavabecken direkt neben der Brandung baden.
Abends: Rua de Lisboa und das Coliseu Micaelense
Rund um das alte Theater liegen die Bars, in denen abends in Ponta Delgada tatsächlich etwas los ist, oft mit Livemusik.
Tag 3Furnas: Dampf, Garten und Thermalwasser
Miradouro do Pico do Ferro
Von der Kante über dem Furnas-Tal sieht man den See, das Dorf und die Dampfsäulen der Fumarolen auf einen Blick.
Caldeiras das Furnas im Ortszentrum
Mitten im Dorf blubbern kochende Schlammtöpfe und Schwefelquellen, an den Trinkbrunnen daneben schmeckt jedes Wasser anders.
Parque Terra Nostra
Im Botanischen Garten von 1780 stehen Baumfarne, Kamelien und Ginkgos um ein ockerfarbenes Thermalbecken, in dem man bei 38 Grad badet.
Lagoa das Furnas und die Cozido-Erdlöcher
Am Nordufer graben die Köche vormittags ihre Töpfe in den heißen Boden — nachmittags dampfen die Löcher, und daneben führt ein Uferweg zur Kapelle Nossa Senhora das Vitórias.
Abends: Poça da Dona Beija
Fünf warme Becken im Bachbett, abends beleuchtet und deutlich leerer als tagsüber — Zeitfenster vorher buchen.
Tag 4Lagoa do Fogo und die Teeküste
Miradouro do Pico da Barrosa über der Lagoa do Fogo
Der Kratersee liegt ohne einziges Haus am Ufer im Naturschutzgebiet, von der Passstraße blickt man an klaren Tagen bis zur Nordküste.
Caldeira Velha
Im Farnwald unterhalb der Passhöhe fällt ein warmer Wasserfall in ein Becken, daneben liegen kleinere Eisenquellen mit rostrotem Grund.
Ribeira Grande mit der Ponte dos Oito Arcos
Die achtbogige Steinbrücke aus dem späten 19. Jahrhundert steht mitten im Ort, dahinter das barocke Rathaus und die Kirche Nossa Senhora da Estrela mit ihrer breiten Freitreppe.
Teeplantage Gorreana
Europas älteste noch arbeitende Teefabrik von 1883 — die Maschinen aus England laufen bei laufender Ernte, der Rundgang und die Verkostung sind frei.
Abends: Miradouro de Santa Iria
Die Kanzel über der Steilküste ist der Platz für den Sonnenuntergang, unter der Brüstung fällt der Hang 200 Meter zum Meer ab.
Tag 5Vila Franca do Campo und die Küste von Lagoa
Ermida de Nossa Senhora da Paz
Eine Zickzack-Treppe mit Azulejo-Kacheln führt in mehreren Kehren zu der weißen Kapelle über dem Ort, von der Terrasse sieht man die ganze Südküste.
Ilhéu de Vila Franca do Campo
Der überflutete Krater vor der Küste bildet eine fast runde Lagune, in die man mit dem Boot einfährt und zum Schwimmen bleibt.
Altstadt von Vila Franca do Campo
Die erste Hauptstadt der Insel, 1522 von einem Erdrutsch verschüttet: um die Igreja Matriz São Miguel Arcanjo liegen Konditoreien, die die weichen Queijadas backen.
Caloura und die Ponta da Galera
Ein winziger Fischerhafen zwischen Weinterrassen und Lavafelsen, mit Badeleitern ins tiefblaue Wasser und der Kapelle Nossa Senhora da Ajuda oberhalb.
Abends: Marina von Vila Franca do Campo
Am Yachthafen sitzt man abends an der Mole, während die Boote einlaufen und der Ilhéu draußen zur Silhouette wird.
Tag 6Wale vor der Küste und die Stadt
Walbeobachtung ab der Marina von Ponta Delgada
Ausfahrt mit Ausguck an Land: Pottwale sind ganzjährig da, im Frühjahr ziehen Blau- und Finnwale vorbei, Delfine begleiten das Boot fast immer.
Museu Carlos Machado
Im ehemaligen Kloster Santo André zeigt das Inselmuseum ausgestopfte Meerestiere, sakrale Kunst und die Geschichte der Orangenausfuhr nach England.
Jardim António Borges
Ein Garten des 19. Jahrhunderts mit Grotten aus Lavagestein, Tunneln und riesigen Feigenbäumen, deren Wurzeln über die Wege wachsen.
Forte de São Brás mit dem Militärmuseum
Die Festung von 1552 bewachte die Reede gegen Korsaren; von den Wällen schaut man über den Hafen, drinnen liegen Waffen und Fotos der Azoren im Zweiten Weltkrieg.
Abends: Praça 5 de Outubro und die Uferpromenade
Der Platz zwischen Festung und Kirche São José ist abends beleuchtet, von dort läuft man am Wasser entlang bis zu den Bars am Hafen.
Tag 7Nordküste: Tee, Strand und Fischerhäfen
Teefabrik Chá Porto Formoso
Die kleinere der beiden Inselfabriken von 1920 zeigt in einem Museumsraum, wie das Blatt gewelkt, gerollt und sortiert wird, danach schaut man von der Terrasse über die Plantage aufs Meer.
Praia dos Moinhos
Schwarze Sandbucht unter Steilhängen, in die ein Bach von den alten Wassermühlen herabfällt; das Meer hier ist rau, das Strandcafé hat auch außerhalb der Saison offen.
Hafen von Rabo de Peixe
Der größte Fischereihafen der Azoren: bunte Boote, Netze auf dem Kai und am frühen Nachmittag der Verkauf des Fangs direkt an der Halle.
Antiga Fábrica da Baleia in Capelas
In der stillgelegten Walfangfabrik von 1941 stehen Kessel, Winden und Sägen noch an ihrem Platz — eine nüchterne Erinnerung daran, wovon die Küste bis 1984 lebte.
Abends: Largo da Matriz und die Gassen um die Rua do Aljube
Um die Hauptkirche São Sebastião liegen die schmalen Gassen mit den Tascas, in denen abends bei Wein aus Pico und gegrilltem Fisch gesessen wird.
Tag 8Letzter Vormittag und Abschied
Mercado da Graça
Die Markthalle der Stadt mit Ananas aus dem Gewächshaus, Käse von São Jorge, Maracuja-Likör und der Fischhalle im hinteren Teil.
Convento e Igreja da Esperança mit dem Senhor Santo Cristo
Hier wird die Christusfigur aufbewahrt, die beim größten Fest der Azoren am fünften Wochenende nach Ostern durch die Stadt getragen wird; ihr Mantel ist über Jahrhunderte mit Schmuckstiftungen behängt worden.
Abreise ab Ponta Delgada
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